Naturschutzwochen am Affenberg Salem – danach Feierabend für 2015

Foto: Affenberg Salem

Foto: Affenberg Salem

Mit seiner Ausrichtung hat sich der wissenschaftlich geführte Affenberg Salem seit Anbeginn dem Schutz und der Sicherung der Lebensbedingungen seiner Tiere ver-schrieben. Für die in freier Wildbahn stark gefährdeten Berberaffen ist der Affenberg in der Tat eine Arche Noah.

Durch die optimalen Haltungsbedingungen und gezielter Erhaltungszucht ist hier ein bedeutender Reservebestand entstanden. Auch bei den Störchen hat die Arbeit der Storchenstation des Affenbergs einen erheblichen Anteil an der Rückkehr der Störche in die Region. Für die Besucher wird dies mit einzigarti-gen und hautnahen Beobachtungsmöglichkeiten sowie umfassenden Informationen zur Lebensweise der Tiere verbunden. Schon Tradition ist es, das Verständnis für die Bedürfnisse der tierischen Bewohner des Parks jeweils durch spezielle Naturschutz-wochen im Herbst noch intensiver zu fördern. In einer neuerlichen Kooperation mit der Heinz-Sielmann-Stiftung und deren Biotopverbund Bodensee steht in diesem Jahr vom 24. Oktober bis zum 8. November 2015 der regionale Bezug im Mittelpunkt.

Das gemeinsame Interesse am Weißstorch und die notwendigen Schutzmaßnahmen zum Erhalt dieser Art haben den Parkleiter und Biologen Dr. Roland Hilgartner vom Affenberg Salem und Prof. Dr. Peter Berthold, Stiftungsrat und Initiator des Biotopverbundes am westli-chen Bodensee, zusammengeführt. Da unter anderem die natürlichen Lebensräume der Störche stark zerstückelt und kleinräumig geworden sind und sich damit auch die Nahrungs-grundlagen reduzierten, unterstützen die Storchenexperten des Affenbergs die Adebare am und um den Park mit zusätzlichen Futterangeboten bei der Aufzucht ihres Nachwuchses. So konnten die Besucher in diesem Jahr erleben, wie allein von hier 182 beringte Jungstörche zum Vogelzug aufbrachen. Insgesamt starteten rund 350 Weißstörche vom Affenberg in Richtung Süden. Ein wichtiger Beitrag zu Stärkung der Storchenpopulation in ganz Baden-Württemberg, die auch durch wissenschaftliche Auswertungen belegt ist.

Der Vogelzug-Experte Prof. Berthold sieht es als großes Glück an, die Stiftungsarbeit und den Biotopverbund am Affenberg vorstellen zu können, da „unsere Herzen im Gleichklang schlagen für die Störche sowie den Natur- und Artenschutz.“ Er fördert im Auftrag Stiftung mit dem Anlegen von Stillgewässern, Pflanzungen und weiteren Maßnahmen sowie der be-wussten Einbindung der Bevölkerung die Lebensbedingungen von Störchen und vielen wei-teren Tierarten. So haben sich allein am Heinz-Sielmann-Weiher in der Gemeinde Owingen, Teilort Billafingen, seit dem Anlegen der Biotopstrukturen unter anderem 13 neue Brutvogel-arten angesiedelt, darunter der Weißstorch, Schwarzkehlchen und Wasserralle.

Ergänzend zu den ständigen Informationen und eine Spiele-Station über die Lebensweise der beliebten Adebare gibt es an einem Info-Pavillon im Park weitere umfassende Informati-onen zu dem erfolgreichen und von der UN ausgezeichneten Projekt der Heinz-Sielmann-Stiftung. An allen drei Wochenenden werden fachkundige Vertreter der Stiftung für ergän-zende Fragen zur Verfügung stehen. „Unser Förderung geht aber noch weiter“, so Roland Hilgartner. „Ein Teil des Eintrittsgeldes, das über die Besucher während der Naturschutzwo-chen eingenommen wird, geht direkt in die Spendenkasse für den Biotopverbund. So tragen unsere Parkgäste mit ihrem Erlebnistag am Affenberg zugleich zur Förderung natürlicher Lebensräume in der westlichen Bodenseeregion bei.“

Mit dem Ende der Naturschutzwochen am 8. November, endet auch die diesjährige Saison am Affenberg Salem – 2016 öffnet er wieder am 13. März seine Pforten für die kleinen und großen Besucher.

Quelle: PM Affenberg Salem