NaturZoo Rheine: Ende der Elternzeit – Pinguine im Kindergarten

Foto: NaturZoo Rheine

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Die Elternzeit für 9 Pinguin-Paare im NaturZoo Rheine ist zu Ende: Ihre Jungen zogen um in den „Kindergarten“. Nach rund 40 Tagen Brutzeit und sechs Wochen Aufzucht der Küken durch die Elternvögel sind es fortan die Tierpflegerinnen, die deren Versorgung übernehmen und sie auf das weitere Zoo-Leben vorbereiten.

Im Freiland hätten Mutter und Vater Pinguin noch einige Wochen Arbeit vor sich, um den schnell heranwachsenden Nachwuchs zu füttern, bis dieser im Meer selbst auf Fischfang gehen kann. Aus langjähriger Erfahrung wissen die Tierpfleger aber, dass der Zeitpunkt für die Umstellung der Fütterung in dem noch sehr jungen Alter besonders günstig ist, getreu dem Motto. „Was Pingi nicht lernt, lernt Pingo nimmermehr!“ Nach dem Fischbrei aus dem Schnabel der Eltern erhalten die jngen – aber gar nicht mehr so kleinen! – Pinguine nun ganze Heringe erst aus der Hand und später nach entsprechendem Unterricht aus dem Wasserbecken, wo sie ihn dann ohne Hilfestellung aufnehmen müssen. Erst dann und nach erfolgter Mauser aus dem bräunlichen Dunengefieder ins silberfarbene, wasserabweisende Jugendkleid kehren sie in einigen Wochen zurück in die Kolonie oder ziehen in andere Zoos um.

Die erfolgreiche Zucht der südamerikanischen Humboldt-Pinguine hat eine über 30-jährige Tradition im Rheiner NaturZoo. In ihrer ursprünglichen Heimat ist diese Pinguinart durch Nahrungsmangel, Störung an den Brutplätzen und Verdrängung unter anderem durch Fabrik-Bau bedroht: Der Bestand in Chile und Peru wird auf nur noch 4000 Paare geschätzt. In den europäischen Zoos werden rund 1000 Pinguine im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gehalten.

Quelle: PM NaturZoo Rheine