Neu: Amazonasenten-Küken im Zoo Dortmund

Foto: Marcel
Stawinoga/Stadt Dortmund

Aktuell gibt es im Zoo Dortmund erneut Nachwuchs bei den Amazonasenten zu verzeichnen – zum zweiten Mal schon im Jahr 2017. Die Küken sind derzeit noch im Dunengefieder und dabei sehr hübsch anzusehen. Sie werden von den Eltern vorbildlich betreut. All das können Besucherinnen und Besucher hautnah aus der Nähe erleben – im Amazonashaus: Hier gibt es einen kleinen Teich, auf dem die ausgesprochen hübschen Amazonasenten (Amazonetta brasiliensis) leben.

Amazonasenten brüten in kleinen Revieren, die gegen Artgenossen verteidigt werden. Sie leben monogam und bleiben auch außerhalb der Paarungszeit als Paar vereint. Der Brutort wird von beiden Partnern gewählt. Das Weibchen baut ihr Nest vorzugsweise in dichter Uferbewachsung. Das Nest wird aus weichen Pflanzenteilen gebaut und innen mit Federn ausgepolstert. Um die Aufzucht kümmern sich beide Eltern. Das Weibchen legt zwischen acht und zwölf Eier in ihr Nest und bebrütet sie 27 bis 28 Tage. Das Männchen beschützt in dieser Zeit Weibchen und das Gelege. Die geschlüpften Küken sind Nestflüchter und folgen bereits kurz nach dem Schlupf der Mutter nach. Nach rund 55 bis 58 Tagen sind die Jungenten flügge und selbstständig. Zu diesem Zeitpunkt lösen sich die Jungenten aus dem Familienverband. Amazonasenten ernähren sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Neben vielen Wasserpflanzen, Wurzeln, Sämereien, Körnern, Gräsern und Kräutern werden Insekten, deren Larven und wirbellose Tiere verzehrt. Auf Nahrungssuche gehen diese Vögel hauptsächlich morgens und abends.

Die Amazonasente erreicht eine Körperlänge von etwa vierzig Zentimetern. Die Flügelspannweite beträgt etwa sechzig Zentimeter, die Masse ca. 600 Gramm. Das Gefieder des Erpels weist eine hellbraune Färbung auf. Die Handschwingen sind von einer graubraunen Tönung und die unteren und mittleren Unterschwanzdecken sind schwarz gefärbt. Je größer die Unterschwanzdecken sind, desto mehr zeigt sich eine grünlich-violette metallisch-glänzende Färbung. Hinter dem Auge und im Bereich des Halses zeigt sich eine dunkle schmale Binde, die sich bis zum Rücken erstreckt. Die Schnabel und Füße des Erpels sind rot geschönt. In der Balzzeit wirkt die rote Färbung des Schnabels und der Beine noch intensiver. Das Gefieder des Weibchens zeigt eine braune Grundfärbung. Auf jeder Seite der Stirn sowie oberhalb der Augen zeigt sich je ein weißer Fleck. Der Schnabel des Weibchens ist von einer graubraunen Färbung und die Beine sind orangefarben.

Quelle: PM Zoo Dortmund / Stadt Dortmund