Neu im Haus des Meeres in Wien: Die Raue Grasnatter

Foto: Haus des Meeres / Günther Hulla

„Schau Mama, eine Baby-Mamba“, hört man dieser Tage sehr oft im Haus des Meeres in Wien. Mama schaut dann meist skeptisch, liest die Beschriftung – und klärt den Nachwuchs darüber auf, dass es sich um eine Raue Grasnatter handelt.

Seit Kurzem können die Besucher nämlich in der Schlangenabteilung diese Neuzugänge bestaunen. Die zierliche, 60 – 80 cm lang werdende und wunderschön grün gefärbte Schlange bewohnt ursprünglich Sumpfgebiete in den USA wo sie als ausgezeichneter Kletterkünstler auf Bäumen und Büschen lebt. Dort macht sie Jagd auf Insekten und Spinnen. Eine eher ungewöhnliche Kost, denn die meisten Schlangen ernähren sich bekanntlich eher von Säugetieren und Vögeln. Dabei dient ihre grüne Färbung als wirksames Tarnkleid, ist sie doch im Blattwerk kaum auszumachen.

Obwohl ihr Aussehen gleich an eine winzige Grüne Mamba erinnert, ist die Grasnatter ungiftig und völlig harmlos. Fühlt sie sich bedroht, reißt sie das Maul weit auf und präsentiert dem Angreifer als Abschreckung das dunkel gefärbte Maul. Zugebissen wird allerdings nicht, denn ihr fehlt es sowohl an Beißkraft als auch an der nötigen Bezahnung, um einen Beutegreifer zu beeindrucken.

In ihrer amerikanischen Heimat gilt die Raue Grasnatter leider als sehr bedroht. Unsere Tiere stammen natürlich aus europäischer Nachzucht und sorgen hoffentlich bald selbst für Nachwuchs. Und wer es genau wissen will, der kann sich natürlich im selben Stockwerk auch die ausgewachsenen Grünen Mambas anschauen, jede ca. 2 m lang.

Quelle: PM Haus des Meeres in Wien