Neu im Zoo Dortmund: Silberdollars

Foto: Simon Pannock

Im Amazonashaus beherbergt der Zoo Dortmund seit einiger Zeit einen wahren Schatz, mit dem man aber nicht bezahlen kann: Ein ganzer Schwarm Silberdollar-Scheibensalmler (Metynnis argenteus) ist in eines der Aquarien eingezogen. Sein äußeres Erscheinungsbild erinnert an eine große Münze, was ihm seinen deutschen Namen eingebracht hat. Die Grundfärbung der Metynnis-Arten ist silbrig, der Körper ausgesprochen hochrückig, dafür aber seitlich abgeflacht, die Fettflosse ist langgezogen.

Scheibensalmler sind in Südamerika heimisch – vom Orinoco bis zum Río de la Plata. Es sind Süßwasserfische mit hauptsächlich pflanzlicher Ernährung in der Natur, im Aquarium aber sind sie Allesfresser. Bei Männchen ist die Afterflosse stark verlängert und vorne ausgebuchtet, sichelförmig ausgezogen, bei weiblichen dagegen ist sie fast gerade. Scheibensalmler leben in größeren oder kleineren Gemeinschaften. Daher ist in den Zoo Dortmund auch gleich ein ganzer Schwarm eingezogen.

Mit den „Silberdollars“ sind Pfauenaugen-Buntbarsche (Astronotus ocellatus) vergesellschaftet, die ebenfalls in Südamerika verbreitet sind. Von Kolumbien und Guyana über Peru und Basilien bis nach Nordargentinien, Amazonasbecken und andere Flusssysteme reicht das natürliche Verbreitungsgebiet. Eingeführte Populationen gibt es aber auch in der Elfenbeinküste, Guam, Hawaii, Puerto Rico, Singapur, Vereinigte Staaten.

Der Zoo Dortmund möchte gerne Information und Sensibilität für den wichtigen Schutz der natürlichen Lebensräume. Dafür sollen neben den bekannten Zootieren gerade auch unbekannte Arten den Besucherinnen und Besuchern vorgestellt werden. Vielleicht ist die Zeit um Ostern eine gute Gelegenheit, solche Tiere persönlich kennenzulernen.

Quelle: PM Stadt Dortmund