Neue Bewohner in der Großvoliere des Tierparks Hellabrunn

Roter Sichler mit Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/Tierpark Hellabrunn

Die begehbare Großvoliere zählt zu den Höhenpunkten bei einem Tierparkbesuch in Hellabrunn. Traditionell bewohnen Sichler, Schwarzstörche, Ibisse und allerlei Wassergeflügel die Anlage, deren Stahlnetzdach im Stile des Münchner Olympiastadions errichtet wurde. Die Höhe der tragenden Stahlpylonen und das großflächig gespannte Netz erlauben es den Vögeln frei zu fliegen und sich den Platz in dem abwechslungsreichen Habitat selbst auszusuchen.

So hat sich beispielsweise eine Kolonie von Roten Sichlern in den Baumwipfeln eingenistet. Nachdem in letzter Zeit einige der südamerikanischen Vögel beim Brüten beobachtet werden konnten, so zeigen sich nun die Jungtiere, welche mit ihrem brauen Gefieder gut vor ihren rot leuchtenden Eltern zu erkennen sind. Regelmäßige Nachzuchten und ein natürliches Verhalten belegen deutlich, dass diese Art der Freihaltung für die Tiere ihrem Leben in Freiheit sehr nahe kommt.

Auch wenn der Tierpark Hellabrunn das Konzept Geo-Zoo verfolgt, so tummeln sich in der Großvoliere Vögel von allen Kontinenten. Es finden sich u.a. Rotschulterenten aus Südamerika, der nordafrikanische Waldrapp, die asiatische Mandarinente, sowie die Brautente aus Nordamerika. Auch der weltweit verbreitete Braune Sichler, die madagassischen Pfeifenten und australischen Strohhalsibisse geben einem das Gefühl der Schönheit die sich einem an jedem Flusslauf der Welt bieten kann.

Doch nun hat man sich in München entschlossen, den Besuchern ein Erlebnis zu bieten, das man in zoologischen Einrichtungen eher selten geboten bekommt: Freifliegende Gelbbrustaras! Die drei Tiere sind Nachzuchten des Pärchens das sich früher mit den Meerschweinchen ein Zuhause im Streichelzoo geteilt hat. Gelbbrustaras sind nicht nur begabte Flieger, sondern auch talentierte Kletterer, die Ihren Schnabel als „drittes Bein“ dabei nutzen. Für die Besucher sind sie nicht immer leicht zu sehen, da sie sich gerne in den Wipfeln der Bäume aufhalten, aber mit etwas Geduld sind sie zu finden, da sie immer wieder mit schrillen Rufen ihren Aufenthaltsort verraten. Zudem ist es ein unglaublicher Anblick, wenn man die bunten Papageien über den Kopf hinweg fliegen sieht.

M.Schmid/zoogast.de