Neue Entdeckerhöhle im Münchener Tierpark Hellabrunn

Foto: Marc MŸüller/Tierpark Hellabrunn

Foto: Marc MŸüller/Tierpark Hellabrunn

Exotische Gespenstschrecken, haarige Spinnenbeine und schuppige Kriechtiere wie Schlangen und Echsen – wer sich dafür interessiert, ist hier richtig. Denn für Kinder- und Erwachsenen-Führungen sowie Seminare gibt es in der Dschungelwelt des Münchner Tierparks eine neue Entdeckerhöhle mit allerlei spannenden Tierarten.

„Im Rahmen von Führungen und Seminaren möchten wir mit unserer Entdeckerhöhle ausgewählte Tierarten erlebbar machen und das Bewusstsein auch für den Umgang mit den vermeintlich schaurigen Lebewesen stärken“, erklärt Tierparkdirektor Rasem Baban, umgeben von Terrarien mit Schlangen, Echsen, Insekten und Spinnen. Die Höhle im Inneren des Hügels in der Dschungelwelt wurde authentisch mit Kunstfelsen gestaltet und lädt Führungs- und Seminarteilnehmer ein, sich mit den Tieren näher zu befassen. Die Hellabrunner Auszubildenden des Tierpflegebereichs Aquarium betreuen die Aquarien und Terrarien. Mit der Verantwortung, die Terrarien artgerecht einzurichten und die darin lebenden Tiere zu pflegen, lernen die angehenden Tierpflegerinnen und Tierpfleger, wie man ein Wüstenklima oder auch den tropischen Regenwald simuliert. Kurator Frank Müller nutzt die Entdeckerhöhle vielseitig für die optimale Ausbildung seines Teams: „Für unsere Lehrlinge ist die Entdeckerhöhle ein Ausbildungsort, an dem sie unterschiedliche Techniken aus der Aquaristik und Terraristik erlernen können. Dabei ist die Fütterung der Königspython genauso anspruchsvoll wie die richtige Zusammensetzung von Süß-, Salz- und Brackwasser.“

Wer sich eher unwohl in der Gegenwart von Schlangen oder Spinnen fühlt, hat in Hellabrunn die Möglichkeit, sich langsam und vorsichtig an dieses Thema heranzuwagen. Ursula Riedinger (Mitarbeiterin Service-Center in Hellabrunn, ausgebildete Tierpflegerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Therapeutin für Tiergestützte Therapie) bietet mehrmals im Jahr Seminare zur Angstbewältigung bei Spinnen- oder Schlangenphobie an. Dabei kommen Methoden aus der Verhaltens- und Gesprächstherapie, diverser Entspannungstechniken wie auch der Ressourcenarbeit zum Einsatz. In der Entdeckerhöhle hat man so unter therapeutischer und tierpflegerischer Anleitung künftig die Gelegenheit, der Schlange „Susi“ oder der Spinne „Agatha“ etwas näherzukommen, um die Angst vor dem Unbekannten zu mindern.

Quelle: PM Tierpark Hellabrunn