Neue Fuchsmangusten und Erdmännchen-Anlage im Tiergarten Nürnberg

Erdmännchen und Fuchsmangusten im Tiergarten Nürnberg – Foto: Tiergarten Nürnberg

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg eröffnete am Donnerstag, 25. Juli 2013, eine neue Anlage für Erdmännchen und Fuchsmangusten. Die Tiere stammen aus Zoos in vier EU-Nationen: die Fuchsmangusten kamen aus Großbritannien (London) und Belgien (Antwerpen), die Erdmännchen aus den Niederlanden (Emmen) und Deutschland (Leipzig). Zunächst stellten die Tierpfleger die Paare zusammen und seit fünf Wochen werden die beiden Tierpaare aneinander gewöhnt. Die neue offene Anlage bietet den Mangusten viel Raum zum Buddeln und Bauen und fordert die natürliche Wachsamkeit. In der Anlage wurde der Lebensraum der geselligen Mungos, die Savanne des südlichen Afrikas, detailliert nachgebaut. Gräser, Büsche und Felshöhlen bereichern die Anlage. Damit sich die kleinen Mangusten nicht auf und davon machen, und um eine gute Sicht auf die Tiere freizugeben, wurde eine Gehegeeinzäunung mit sehr eng gesetzten Drähten, ähnlich der Besaitung einer Harfe, gewählt.
Erdmännchen (Suricata suricatta) gehören zur Familie der Mangusten. Die geselligen Raubtiere bilden Kolonien von bis zu 30 Tieren und leben in verzweigten Höhlensystemen. Mit einem Gewicht von etwa 750 Gramm gehören sie zu den kleineren Vertretern der Mangusten. Die vorwiegend tagaktiven Tiere schützen sich vor Feinden, indem sich einzelne Tiere der Kolonie auf erhöhten Stellen aufhalten und Ausschau halten, während die anderen Gruppenmitglieder Nahrung suchen. Nähert sich ein Feind, zum Beispiel ein Raubvogel, geben die Wachposten ein Alarmzeichen von
sich, um die anderen Gruppenmitglieder zu warnen. Die Fuchsmanguste (Cynictis penicillata) gehört ebenfalls zur Familie der Mangusten und verdankt ihren Namen dem fuchsähnlichen Äußeren. Auch Vertreter dieser Art leben in Gangsystemen, graben diese aber im Gegensatz zu den Erdmännchen normalerweise nicht selbst, sondern übernehmen diese meist von anderen Tierarten. Ihre Nahrung besteht aus Insekten wie Heuschrecken, aber auch aus kleinen Nagetieren und Vögeln sowie deren Eiern.
Im Wesentlichen finanziert wurde die neue Anlage vom Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. wie auch durch zweckgebundene Spenden, durch 27 bereits abgeschlossene Tierpatenschaften und durch den „Ladies Circle Nürnberg“.

Quelle: PM Tiergarten Nürnberg