Neue Pfeilgiftfrösche im Haus des Meeres

Foto: Haus des Meeres/GüntherHulla

Foto: Haus des Meeres/GüntherHulla

Im ersten Stock des Haus des Meeres in Wien können die Besucher nun Dendrobates tinctorius, zu Deutsch Färberfrösche, bestaunen. Es handelt sich um Nachzuchttiere. Ursprünglich ist die Art in weiten Teilen Südamerikas, wie z.B.: Guyana, Brasilien und Surinam verbreitet, wo sie die tropischen Regenwälder bewohnt und sich von allerlei kleinsten und kleinen Insekten ernährt. Die Tiere entstammen der Region Saül in Französisch Guyana. Rosanna Mangione, Haus des Meeres Mitarbeiterin, reist jedes Jahr im Rahmen einer Forschungsreise der Universität Wien dorthin und arbeitet mit dieser Art auch in ihrem natürlichen Biotop.

Obwohl nur wenige Zentimeter groß, gehören die bunten Pfeilgiftfrösche zu den beliebtesten Tieren im Haus des Meeres. Kein Wunder, sind sie doch nicht nur enorm farbenfrohe sondern auch quirlige Zeitgenossen, die man bei der Nahrungssuche oder dem Balzverhalten beobachten kann.

Neben der Farbenpracht sind sie jedoch auch ihrer namensgebenden Giftigkeit wegen bekannt. Ihr Hautsekret beinhaltet starke Toxine, die den Frosch davor schützen, gefressen zu werden.

Pfeilgiftfrösche sind aufopfernde Eltern. Bei manchen Arten werden die Kaulquappen huckepack die Bäume hochgetragen und in wassergefüllten Trichtern von Bromelien, besonderen Ananansgewächsen, abgesetzt, wo sie bis zur Umwandlung zum fertigen Frosch sicher heranwachsen können. Bei anderen Arten wiederum sucht das Weibchen die Quappen regelmäßig auf, um sie mit unbefruchteten Nähreiern zu füttern.

Quelle: PM Haus des Meeres