Neue Themenanlage für die Elefanten im Zoo Basel

So soll die neue Elefantenanlage in Basel aussehen – Grafik: Zoo Basel

Bereits im kommenden Herbst sollen die ersten Baumaschinen auffahren, denn im Jahr 2016 möchte der Zoo Basel die neue Themenanlage ‚Tembea‘ eröffnen. Der Name bedeutet auf Swahili ‚gehen‘, passend zum Themenkreis der Anlage. Schon jetzt werden einzelne Elemente getestet, welche die Elefanten zum Bewegen animieren sollen.

In der geplanten Themenanlage möchte der Zolli das Thema ‚Bewegung und Migration“ aufgreifen. Hauptakteure werden neben Perlhühnern, Weissstörchen, Wanderratten und Ernteameisen die Afrikanischen Elefanten sein. Afrikanische Elefanten bewegen sich vor allem zur Futter- und Wassersuche; womit sie denn auch etwa zwei Drittel des Tages verbringen. Entsprechend kommt der Planung von verschiedenen Fütterungsstellen auf der neuen Anlage eine zentrale Rolle zu.

Unterhaltsame Mahlzeiten
Die abwechslungsreich bestückten Futterstellen sollen die Elefanten zur Bewegung animieren. Täglich sind unterschiedliche zeitliche Abfolgen geplant und das Futter wird im gesamten Bereich des enormen „Rüsselradius“ bis in fünf Metern Höhe angeboten. Neben Kraft und Geschicklichkeit wird dabei von den Elefanten auch Geduld abverlangt, um an besondere Leckerbissen zu gelangen. Der Futterkasten-Prototyp zeigt, dass sich die Elefantenkühe Heri (37), Malayka (42), Rosy (18) und Maya (19) auch gerne nachts an ihm gütlich tun: Die Steuerung mit Zeitschaltuhren macht dies erstmals möglich.

Wahlweise zusammen oder getrennt
Afrikanische Elefanten bewegen sich auch zur Fortpflanzung. Erwachsene Bullen schließen sich einer Kuhherde an, wenn eine Kuh brünstig ist. Ansonsten ziehen sie gerne alleine oder mit anderen Bullen durch die Gegend. Im Zolli wird die gesamte Elefantenanlage „bullensicher“ gebaut, sodass Kühe und Bulle zusammen oder getrennt gehalten werden können. Auf der Anlage von Bulle Yoga (17) wird jetzt bereits ein hydraulisches Tor auf seine Stabilität getestet, und bald wird eine Abschrankung in Form eines „Kuhrostes“ auf seine Elefantentauglichkeit geprüft.

Zolli-Elefanten üben für die neue Anlage
Abwechslung werden die Elefanten auch an ihren Fußsohlen zu spüren bekommen. Unterschiedliche Sand-und Erdmischungen sollen zum Spielen, Suhlen und Wühlen animieren. Um nichts dem Zufall zu überlassen, werden in den nächsten Wochen verschiedene Muster auf der alten Anlage eingebaut. Da die Elefanten auf der neuen Anlage nur noch durch Schutzgitter Kontakt mit den Tierpflegern haben, hat man im alten Stall bereits ein Trainingstor installiert. Täglich üben die Elefanten dort die neuen Bewegungsabfolgen, die für die neue Art der Haltung nötig sind. Die Elefanten zeigen sich sehr motiviert, denn Mit-machen wird mit Futter belohnt.

Quelle: PM Zoo Basel