Neue Tierwelt „Manitoba“ im Zoo Osnabrück fast fertig

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Im Zoo Osnabrück ist die neue, 3,5 Hektar große nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ fast fertiggestellt: Im zweiten Teilbereich gewöhnen sich aktuell die ersten Tiere an ihr neues Zuhause, weitere Tiere ziehen noch ein. Die Eröffnung ist für den 5. Oktober geplant. Beim Eröffnungswochenende (6./7.10.) warten Aktionsstände und ein Gewinnspiel mit dem Hauptpreis einer Reise in das kanadische Manitoba auf die Besucher.

Die neue nordamerikanische Tierwelt „Manitoba“ nimmt immer mehr Gestalt an: Nachdem im Herbst 2017 der erste Bauabschnitt mit Hudson Bay-Wölfen, Waldbisons und Schwarzbären bereits ohne Feierlichkeiten für die Besucher geöffnet wurde, steht nun der zweite und letzte Bereich kurz vor der Vollendung. Thorsten Vaupel, stellvertretender Zooinspektor, erklärt den aktuellen Baustand: „Wir sind dabei die letzten Kleinigkeiten wie Wegebegrenzungen anzubringen oder den Wasserzufluss für den Biberbereich zu optimieren. Als größere Arbeiten stehen noch die Gestaltung des Durchgangs bei den Baumstachlern sowie die Abgrenzung zum Wirtschaftsweg an, aber das wird erst nach der Eröffnung im späten Herbst passieren.“ Für insgesamt 3,5 Millionen Euro wurde der Waldbereich in den letzten zwei Jahren umgebaut – inklusive einem etwa 120 Meter langen Höhenpfad mit gitterlosen Blicken auf Wölfe und Bären.

Biber und Baumstachler leben sich schon ein
Im zweiten Teilbereich sind bereits einige der zukünftigen Tiere eingezogen, wie Tierpflegerin Tanja Boss berichtet: „An neuen Tierarten leben hier bereits zwei Baumstachler und drei Kanadische Biber. Die Baumstachler sind noch etwas schüchtern, kommen aber immer öfter auf die Außenanlage. Die Biber nehmen ihren Teich und die für Besucher einsehbare Biberburg sehr gut an. Tagsüber sind sie schlafend in ihrer Burg zu sehen, nachmittags und am frühen Abend schwimmen sie dann draußen im Teich und suchen sich Äste zusammen.“ Tobias Klumpe, als wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück für die Tierwelt „Manitoba“ zuständig, hatte vorab vielerlei Erkundigungen zu den Tieren eingeholt: „Da es sich bei vielen Tieren um Arten handelt, die für uns komplett neu sind, bin ich nach Kanada gereist und habe mich dort vor Ort mit den kanadischen Kollegen über die Haltung der Tiere ausgetauscht. So können wir unseren neuen Zoobewohnern optimale Bedingungen schaffen.“ Von den bekannten Zootieren sind bereits die Polarfüchse, Schnee-Eulen und ein Bartkauz nach Manitoba umgezogen. Im Laufe des Septembers werden noch Stinktiere und Murmeltiere ihr neues Zuhause beziehen.

Quelle: PM Zoo Osnabrück

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