Neuer Schmetterlingsschwarm in der Wilhelma

Foto: Wilhelma

Foto: Wilhelma

So viele neue Tiere bekommt die Wilhelma selten auf einen Schlag. Seit Mitte der Woche schwirren rund 300 zusätzliche Falter durch die Schmetterlingshalle und verdoppeln damit für einige Zeit den Stuttgarter Bestand. Quasi ein ganzer Schwarm ist aus Augsburg eingetroffen, wo der Botanische Garten die Sonderausstellung in seiner Tropenhalle nach den Osterferien beendet hat.

In der Wilhelma, die als einzige Einrichtung in Deutschland zoologischer und botanischer Garten zugleich ist, schwirren, flattern und segeln solche filigranen Flugkünstler dagegen das ganze Jahr über um die Besucher des Schmetterlingshauses herum. Von den zierlichsten, fast transparenten Insekten bis zu den großen Bananenfalter, deren Spannweite 15 Zentimeter erreichen kann, leben die Schmetterlinge in der lichtdurchfluteten Glashalle, die einem tropischen Garten mit Palmen, reichem Grün und prächtigen Blüten ähnelt. An Pflanzen haben die Botaniker ausgewählt, was Schmetterlingsraupen nicht gerne fressen. Sonst wäre das Haus schnell kahl gefressen.

Nahe der Besucherplattform locken je nach Saison wechselnde Blütenpflanzen in einem Ficus pumila-Rasen die Schmetterlinge an. Zusätzlich bieten verschiedenste Nektarpflanzen den Tieren Futter und Landeplätze wie etwa Hibiskus, Schönmalven, Wandelröschen, Brunfelsien, Losbaum, Kirschmyrthe, Kamelien oder Thunbergien.

Die meisten Wilhelma-Falter schlüpfen aus den verpuppten Raupen in einer Vitrine. So können die Besucher die Metamorphose zum Schmetterling betrachten. Die Lebensdauer der schillernden Schönheiten reicht von einigen Tage und Wochen bei vielen bis zu einem halbes Jahr bei manchen. Deshalb lohnt sich der Besuch in der Schmetterlingshalle durch den Augsburger Zuwachs in der zweiten Aprilhälfte besonders.

Quelle: PM Wilhelma