Neugieriger Nachwuchs bei den Kattas im Zoo Salzburg

Foto: Zoo Salzburg

Am vergangenen Freitag, 29. März, brachte ein Salzburger Katta-Weibchen ein Jungtier zur Welt. Gerade mal 70 Gramm bringt der Lemuren-Nachwuchs auf die Waage. In den ersten Lebenstagen trägt die Mutter ihr Baby ganz behutsam im Brust- und Bauchfell umher. Nach wenigen Tagen klettert dann das Kleine bereits auf den Rücken der Mutter, und lässt sich „huckepack“ umhertragen.

Bei den Kattas zeigen alle erwachsenen Weibchen der Gruppe großes Interesse am Nachwuchs und achten auf das Wohl des Kleinen: Sie pflegen das Fell, kuscheln beim Schlafen eng aneinander oder lassen das Kleine auch mal auf ihrem Rücken „reiten“.

Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner: „Die Lemuren aus Madagaskar können sich im Afrika-Bereich des Zoos frei bewegen. Man muss schon genau schauen, um sie zu entdecken. Im Frühjahr streift die nun 9-köpfige Gruppe auf der Suche nach zarten Knospen und ersten Blättern gerne zwischen den Anlagen der Nashörner, Zebras und dem Vogelpark umher“.

Schwarz-weißer Ringelschwanz
Charakteristisch für diese Halbaffen ist ihr schwarz-weiß geringelter Schwanz, der auch schon bei den Jüngsten zu erkennen ist. Er spielt beim Sozialverhalten eine wichtige Rolle. Männchen tragen sogenannte „Stinkkämpfe“ aus. Sie bestreichen ihren Schwanz mit Duftstoffen und schwenken ihn in Richtung Gegner. Das Motto dabei ist: Wer am besten stinkt, gewinnt!

Eine gefährdete Tierart
Kattas sind auf Madagaskar beheimatet. Ihre größte Bedrohung ist der Verlust des Lebensraumes. Große Flächen der Trocken− und Regenwälder der Insel werden in Landwirtschaftsflächen umgewandelt. In den vergangenen 25 Jahren ist ihr Bestand im Freiland um ein Viertel zurückgegangen.

Quelle: PM Zoo Salzburg

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