NEWS aus dem Reptilium Landau, dem Tiergarten Worms, dem Tierpark Köthen, dem Zoo Hoyerswerda uvm.

Polarwolf in der Tierwelt Herberstein 2012 - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Polarwolf in der Tierwelt Herberstein 2012 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

DEUTSCHLAND:

Das REPTILIUM LANDAU bekam letzte Woche Besuch von der Drogenfahndung. Jedoch nicht weil man im Reptilium ein Verbrechen vermutete, sondern weil man die Hilfe der fachkundigen Tierpfleger benötigte. Die Polizei hatte vier Vogelspinnen beschlagnahmt, weil man im Bodengrund der Spinnenterrarien versteckte Drogen vermutete und nicht wusste wie man die Tiere gefahrlos heraus nehmen kann. Der Verdacht erwies sich jedoch als unbegründet und die vier Spinnen bekamen jeweils ein eigenes Terrarium im Reptilium.

Die Weißstörche sind in den TIERGARTEN WORMS zurück gekehrt. Nachdem die Zugvögel die letzte Zeit in ihrem Winterquartier verbracht haben, haben sie es sich nun wieder in ihrem vorjährigen Nest im Tiergarten eingefunden. Ab jetzt kann man die Rückkehrer beim Nestbau und später hoffentlich bei der Brutpflege auf der hauseigenen Internetseite per Webcam beobachten.

Mit großen Plänen trägt man sich im TIERPARK KÖTHEN, eine Anlage für Polarwölfe soll entstehen. Der Bau bezieht sich auf Pläne, die bereits vor 15 Jahren von der Stadt erstellt, dann aber auf Eis gelegt worden waren. Geplant ist eine Anlage von 18.000 m2 Größe für bis zu vier Tiere, die aus dem TIERPARK PETERSBERG kommen sollen. Da die Kosten für das Bauprojekt mit etwa 60.000 Euro veranschlagt werden, ist man froh über die Spende der Firma Köthen Energie, die letztes Weihnachten keine Präsente an seine Geschäftspartner versandte und statt dessen 1.000 Euro für den Bau zur Verfügung stellte.

Einige Neubauprojekte stehen im ZOO HOYERSWERDA für 2014 an. Die größte Maßnahme ist auf der verwaisten, alten Bärenanlage geplant, die Tiere hatten im letzten Jahr einen neuen Bereich am Schloss erhalten. Nun soll eine Gemeinschaftsanlage für Erdmännchen und Stachelschweine, sowie ein Abenteuerspielplatz auf der alten Betonburg entstehen. Zudem werden Veränderungen im Raubtierbereich und am Flamingo-Winterhaus in Angriff genommen.

Riesengroßes Glück hatte ein Rosapelikan, als er im letzten Jahr vom Besitzer des VOGELPARK NIENDORF gefunden wurde. Der große Vogel war schwer verletzt, wahrscheinlich hatte ihn ein Fuchs oder Marder angegriffen. Nachdem der Pelikan, dessen Herkunft bis heute nicht ganz klar ist, gesund gepflegt worden war, wird er nun zu seinen Artgenossen im Vogelpark ziehen und dort dauerhaft wohnen bleiben.

Ein einzigartiges Vergesellschaftungsexperiment wird im TIERPARK WITTENBERG bald in die Tat umgesetzt. In einer nagelneuen 180.000 Euro teuren Anlage sollen Gundis gemeinsam mit Klippschliefern einziehen. Es nicht nur das erste Mal, dass eine solche WG in einem Zoo versucht wird, sondern Gundis, auch Kammfinger genannt,  werden deutschlandweit nur in acht Zoos gehalten. Die Klippschliefer werden aus der Stuttgarter WILHELMA und die Gundis aus dem AQUAZOO DÜSSELDORF nach Sachsen-Anhalt übersiedeln. Ab Mai diesen Jahres werden die Tiere dann gemeinsam in ihrem neuen Zuhause zu sehen sein.

Im TIERPARK BERLIN gab es nach über 6-jähriger Pause wieder Nachwuchs bei den Rotscheitelmangaben. Am 9.Februar brachte Mutter Sina, die 2006 im Tierpark geboren wurde ein Jungtier zur Welt. Vater ist der 2007 im ZOO KARLSRUHE geborene und seit 2011 im Tierpark lebende Affenmann Valerius. Die kleine Rotscheitelmangabe, ist besonders wichtig für den europäischen Zoobestand, da zur Zeit lediglich 90 Affen dieser Art in zoologischen Einrichtungen auf unserem Kontinent leben.

USA:

In der Giraffenzucht gehört der JACKSONVILLE ZOO in Florida zu den produktivsten Einrichtungen. Der kleine Bulle, den Mutter Zawadi am 13.Februar zur Welt brachte, war bereits ihr achtes Kalb und schon der elfte Nachwuchs für Vater Duke. Insgesamt war es nicht nur die 7.Geburt bei den Langhälsen in den letzten vier Jahren, sondern auch bereits das 35.Jungtier überhaupt in Jacksonville.