NEWS aus dem Zoo Frankfurt, dem Straußberger Erlebnispark, aus Noctalis – Welt der Feldermäuse uvm.

Orang Utan Jambi - Foto: Kölner Zoo

Orang Utan Jambi – Foto: Kölner Zoo

DEUTSCHLAND:

Der ZOO FRANKFURT möchte anscheinend seine Orang-Utan-Dame Sirih an den ZOO SAN DIEGO in Kalifornien/USA abgeben. Nach Informationen der Frankfurter Neuen Presse liegt das wohl an den Ausbruchkünsten von Sirih. Der Orang-Utan hat anscheinend gelernt die Knoten des Sicherheitsnetzes aufzuknüpfen. In den USA erwartet die schlaue Sirih eine ausbruchsichere Anlage. Man vermutet, dass die hohe Intelligenz der Orang-Utan-Dame von der Handaufzucht herrührt, sie wurde nämlich von der Frau des ehemaligen Frankfurter Zoo-Direktors Christian Schmidt, Annemarie Schmidt-Pfister, mit der Hand aufgezogen und wuchs gleichzeitig mit den drei Kindern der Schmidts auf.

Nun gibt es Klarheit über den Tod des schwangeren Vari-Weibchens im STRAUßBERGER ERLEBNISPARK. Wie das Deutschen Primaten Zentrum bei der Obduktion herausfand, hatte Phoebe einen Tumor, der letztlich ihr und ihrem Nachwuchs das Leben kostete. Der Tumor platzte nämlich wegen des, durch die Schwangerschaft, immer enger werdenden Platzes. Phoebe verblutete schließlich innerlich. Besonders tragisch ist dabei, dass dass die Schwarz-Weiße Varidame Zwillinge erwartet hätte. Aber es gibt auch positive Nachrichten von den Lemuren in Straußberg: Bei den Kattas gibt es ein Jungtier.

Die Bewohner der NOCTALIS – WELT DER FLEDERMÄUSE in Bad Segeberg erwachen langsam aus ihrem Winterschlaf. Knapp 3.000 der 22.000 Fledermäuse, die in der natürlichen Kalksteinhöhle überwinterten, sind wegen der milden Temperaturen bereits jetzt wieder aktiv. Zudem hat man neue Bewohner im hauseigenen Vivarium: ein Schwarm tropischer Brillenblattnasenfledermäuse zog ebenso ein, wie Rotaugenlaubfrösche, Pfeilgiftfrösche, Australische Dickschwanzgeckos und ein Grüner Baumpython.

Im ZOOPARK ERFURT entkam ein Berberaffe aus seinem Gehege. Wie der MDR Thüringen berichtet, war der Ausbruch von Affendame Heidi jedoch nicht ganz freiwillig. Sie war beim ranghöchsten Männchen in Ungnade gefallen und von der Horde ausgestoßen worden, worauf ihr wahrscheinlich eine Flucht als einziger Ausweg erschien. Heidi hat sich nun auf einer Kiefer verschanzt und alle Versuche sie wieder einzufangen abgewehrt, ist aber stets unter Beobachtung. Wenn man die Berberaffendame wieder eingefangen hat wird sie umziehen müssen, da eine Rückkehr in die Erfurter Gruppe wohl nicht mehr möglich ist.

AUSTRALIEN:

Im TARONGA WESTERN PLAINS ZOO in New South Wales sind sieben Australische Schlangenhalsschildkröten geschlüpft. So freudig dieses Ereignis auch ist, so birgt es doch auch eine traurige Geschichte: Die Mutter der Jungtiere wurde nämlich im November in den Zoo gebracht, nachdem sie von einem Auto überfahren worden war. Bei der medizinischen Untersuchung, stellte sich heraus, dass die Schildkröte trächtig war, man aber nicht Eier und Mutter retten können würde. Also entschied man sich schweren Herzens für den Nachwuchs. Die Jungen sollen bald wieder ausgewildert werden.

USA:

Eine kuriose Rettungsaktion spielte sich im POCATELLO ZOO in Idaho ab. Den Tierpflegern kam das Verhalten von Wapitihirsch Scooter auf den ersten Blick seltsam vor, der Hirsch tastete immer wieder mit seinem Vorderlauf und seinem Maul in seinen großen Wassertrog. Als er schließlich ein kleines Murmeltier mit dem Maul aus dem Wasser zog und sanft auf den Boden setzte war die Verwunderung groß. Doch die Pfleger berichteten, dass der kleine Nager zwar nass aber auch sehr dankbar gewirkt hatte. Und der Held? Nach seiner Rettungsaktion wanderte Scooter davon als wäre nichts gewesen.

Der DENVER ZOO in Colorado teilte den Tod des Giraffengazellenbocks Woody mit. Der 7-jährige Gerenuk, wie die Art auch genannt wird, verstarb während einer Darmoperation zwei Tage vor seinem 8.Geburtstag. Er fiel in einen Schockzustand und kollabierte. Woody wurde 2006 im LOS ANGELES ZOO in Kalifornien/USA geboren und kam ein Jahr später nach Denver. 2013 wurde er Vater eines Sohnes und einer Tochter. Giraffengazellen haben ihren Namen wegen ihrer Verhaltensweise beim Fressen: Sie stellen sich auf die Hinterbeine und strecken ihren Hals um an die oberen Blätter der Bäume zu kommen.