NEWS aus dem Zoo Krefeld, dem Tierpark Bad Pyrmont, dem Wildpark Schloss Tambach, dem Tierpark Berlin uvm.

Foto: Münchener Tierpark Hellabrunn

Drill mit Nachwuchs – Foto: Tierpark Hellabrunn

DEUTSCHLAND:

Ein tragischer Unfall erschütterte den ZOO KREFELD am 8.März. Trampeltierdame Naima hatte, offenbar aus Neugier, ihren Kopf in den Baumstumpf einer Plantane gesteckt und ihn aus eigener Kraft nicht mehr herausbekommen. Als Besucher das gefangene Tier sahen, meldeten sie es den Tierpflegern, die dann mit vereinten Kräften versuchten Naima zu befreien, was ihnen leider nicht gelang. Als dann die Feuerwehr eintraf konnte sie nur noch das tote Tier bergen, denn die Trampeltierstute hatte sich selbst stranguliert. Im Zoo kann man sich den Unfall nicht erklären, denn der Baumstumpf stand schon lange im Gehege der Trampeltiere, ohne dass es bisher Probleme gegeben hätte.

Im TIERPARK BAD PYYRMONT sind die zwei kleinen Trampeltiere aus dem TIERPARK PERLEBERG angekommen. Die beiden Geschwister Aisha und Djamal sind ein Jahr alt. Beide haben die Reise gut überstanden und sich sofort mit den beiden ansässigen Trampeltieren angefreundet.

Zwei langjährige Bewohner des WILDPARK SCHLOSS TAMBACH verstarben vor kurzem. Elchkuh Eva wurde vier Jahre alt und Wildkatze Kimba erreichte elf Lebensjahre. Aber es gibt auch positive Nachrichten für die neue Saison: Mit der Lachtaube ist eine neue Art in den Wildpark eingezogen. Außerdem gab es neunfachen Nachwuchs im Streichelgehege bei den Ziegen und ein Jungtier bei den Muntjaks.
Mehr Infos zum Muntjak: TIERLEXIKON

Der Deutsche Wildgehegeverband hat den WILDPARK KNÜLL mit dem Umweltbildungssiegel ausgezeichnet. Dieses Siegel steht dafür, Menschen jeden Alters die Tierwelt näher zu bringen. Der Wildpark ist damit einer von nur fünf Parks die dieses Siegel tragen dürfen, es gilt für vier Jahre. Für den Wildparkverband war bei der Vergabe entscheidend, dass es stetige Fortbildungen bei den Mitarbeitern gibt, eine Stelle zur Förderung der Umweltbildung geschaffen wurde und dass es auch eine Gruppe von 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern gibt, die ein Team zur Umweltbildung gegründet haben.

Im TIERPARK BERLIN gab es erstmals Nachwuchs bei den Nacktmullen. Die Gruppe im Tierpark stammt aus dem ZOO DRESDEN und hat sich offensichtlich schnell in der Hauptstadt eingelebt. Der Nacktmull ist ein ostafrikanisches Säugetier, da unter der Erde lebt und dem kein Fell wächst, was namensgebend für die Art ist. Als einziges Säugetier lebt der Nacktmull in Kolonien und zeigt ein Sozialverhalten das dem der Ameisen sehr ähnlich ist.

EUROPA:

Der ukrainische KHARKIV ZOO steht am Rande einer Katastrophe. Im Zuge des revolutionären Umbruchs im Land und der knappen Staatskassen hat man im Zoo kein Geld mehr um Futter für die Tiere zu kaufen. Schon in den letzten drei Monaten war man auf Geschenke der Futtermittellieferanten angewiesen, doch diese weigern sich nun endgültig den Zoo gratis zu beliefern. Wie Zoodirektor Alexey Grigoriev berichtet, würden bereits im Laufe der nächsten Woche die ersten Tiere sterben, wenn nicht etwas passiere. Besonders tragisch dabei: auch für eine schwangere Elefantendame ist bereits nicht mehr genug Futter da.

Der Luchs, der während des Wintereinbruchs aus dem ZOO LJUBLJANA in Slowenien ausgebrochen war konnte am 08.März nach einer genau 33-tägigen Flucht wieder eingefangen werden. Anfang Februar hatten enorme Schneemassen, die über Nacht gefallen waren, Bäume umgerissen und Zäune im Zoo niedergedrückt, so dass der Luchs seine Freianlage verlassen konnte. Nach intensiver Suche, die schon kurz vor dem Abbruch stand, wurde das Tier nun gefunden, betäubt und in sein Zuhause zurück gebracht.

Am 8.März kam im BIOPARC VALENCIA ein Drill zur Welt. Es ist der zweite Nachwuchs von Weibchen Abuja, die 2008 aus England nach Spanien kam und der dritte Sohn von Männchen Rafiki, der 2007 aus dem ERLEBNISZOO HANNOVER in den Bioparc zog. Der westafrikanische Drill zählt zu den gefährdetsten Affenarten der Welt. In Valencia leben die Tiere auf der spektakulären Gemeinschaftsanlage „Auwald“ zusammen mit Zwergflußpferden, Nyalas, Meerkatzen und Nilgänsen.

USA:

Zweifachen Nachwuchs gab es bei den Stummelaffen im FORT WAYNE CHILDREN´S ZOO in Indiana Ende Januar. Die beiden Jungtiere sind ein Männchen, das Mchumba (bedeutet „Schatz“) genannt wurde und ein Weibchen, das den Namen Obi (bedeutet „Herz“) erhielt. Es ist das erste Mal, dass in dem Zoo zwei Stummelaffenbabys gleichzeitig leben. So als ob sie es abgesprochen hätten brachten die beiden Weibchen im Abstand von nur zwei Tagen ihre Jungen zur Welt.

Die WILDLIFE WAYSTATION in Kalifornien macht sich große Sorgen um Tiger Zombo. Die elfjährige Großkatze wurde im letzten Jahr zusammen mit ihrem Bruder aus einem privaten Zoo übernommen. Zombo hat seit Anfang der Woche schlimme Lähmungen. Am Montag konnte er gar nicht aufstehen. Eine Untersuchung ergab, dass ein kleines Stück einer Bandscheibe auf ein Blutgefäß im Rückenmark drückt und so die Blutzufuhr verhindert. Eine Hormonbehandlung mit Steroiden schlägt gut an, Zombo ist schon wieder in der Lage sich eigenständig zu bewegen, auch wenn er noch seine Hinterläufe nachzieht. Für die hohen Behandlungskosten von etwa 75 US-Dollar pro Tag sucht die Organisation nun Sponsoren.