NEWS aus dem Zoo Wuppertal und Zoos aus den Niederlanden, Russland, Asien und den USA

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

DEUTSCHLAND:

Im ZOO WUPPERTAL werden die Wölfe mit den Bären vergesellschaftet. Wie rga.online berichtet, wird man die Anlage für etwa 110.000 Euro umbauen, so dass die Wölfe dann über Röhren die Möglichkeit haben in das Bärengehege zu gelangen, dem ein großer Badebereich hinzugefügt wird. Für beide Tierarten werden auch eigene Rückzugsmöglichkeiten geschaffen. Der Umbau geschieht im Rahmen des Projekts „Grüner Zoo Wuppertal“, das man bis 2020 umsetzten möchte.

EUROPA:

Der ARTISKLAS HAARLEM ZOO in den Niederlanden musste sein Stinktier Donnie einschläfern. Nachdem Donnie nicht mehr fressen wollte, brachte man ihn zum Tierarzt. Dort stellte man einen Tumor in seiner Speisröhre fest, welcher diese fast vollständig verschloss. Da der Tumor schon eine Größe erreicht hatte, in der er nicht mehr entfernt werden konnte, musste man das Stinktier einschläfern.

Ein fragwürdiges und doch bemerkenswertes Experiment planen Wissenschaftler im russischen ZOO KASAN. Dort hat man vor eine Braunbärin als „Leihmutter“ für ein Esibärenbaby zu nutzen. Die Forscher wollen den Embryo operativ in die Bärin einsetzen. Als Begründung für das Experiment nannte man das bevorstehende Aussterben des Eisbären, dessen schlechte Fortpflanzungsrate in zoologischen Einrichtungen sowie das Fangverbot wild lebender Eisbären. Trotz allem ist der ZOO KASAN nach eigenen Angaben sehr erfolgreich in der Eisbärenzucht. In den letzten 20 Jahren wurden 21 Eisbären geboren, von denen 18 überlebten.

ASIEN:

Eine kosmetische Operation musste der ZOO RAMAT GAN in Israel an Breitmaulnashorn Maya durchführen. Bei der 23-jährigen Nashornkuh wachsen die beiden Hörner leicht gebogen nach vorne und das Vordere der beiden hatte mittlerweile eine Länge von etwa einem Meter erreicht. Deswegen kam Maya nicht mehr an das Gras heran. Nun wurde etwa die Hälfte des Horns abgesägt und Maya kann wieder mit ihren Gefährten grasen.

USA:

Zwei kleine Coquerel-Sifakas wurden im DUKE LEMUR CENTER in North Carolina am 5.Januar geboren. Die beiden Jungtiere vom Mutter Pia und Vater Jupiter sind Weibchen und wurden auf die Namen Gertrude und Eleanor getauft. Die Geburten sind sehr wichtig für die Zoo-Population der Coquerel-Sifakas, da es von dieser Art lediglich 60 Tiere in Gefangenschaft gibt. Sifakas sind die zweitgrößte Lemurenart, sind vom Aussterben bedroht und kommen nur auf der Insel Madagaskar vor.

Der CHATTANOOGA ZOO in Tennessee meldet die Geburt eines Wickelskinks. Diese Reptilien kommen nur auf den Salomonen, einer Inselgruppe östlich Neuguineas, vor und leben in Haremsgruppen, was für Echsen eher untypisch ist. Eine weitere Besonderheit bei den Wickelskinken ist, dass sich auch alle anderen Weibchen der Gruppe um das Neugeborene kümmern.

Der SAN ANTONIO ZOO feiert 2014 sein 100-jähriges Bestehen. Der Zoo in Texas wurde 1914 von Colonel George W. Brackenridge gegründet und zeigte damals Elche, Büffel, Hirsche, verschiedene Affen, zwei Löwen und vier Bären. Aus diesen bescheidenen Anfängen, wurde in den letzten 100 Jahren ein Zoo mit 56 Hektar Fläche und über 8.500 Tieren.

2 replies to this post
  1. Das mit den Bären und Wölfen wird ein gewagtes Experiment. Vor allem, weil sie im Zoo nicht die Fläche haben, die sie in der freien Natur haben um sich ggf. aus dem Weg zu gehen.

    • Das ist kein bisschen gewagt. Inzwischen ist die Vergesellschaftung von Braunbären und Wölfen Standard in den Zoos und bereitet keinerlei Probleme. Und natürlich werden die Gehege so gebaut, dass die Tiere sich sehr wohl aus dem Weg gehen können.