NEWS aus der Seehundstation Friedrichskoog und Zoos aus Europa, Afrika und Asien

Foto: Zoo Osnabrück / Martina Hümmer

DEUTSCHLAND:

Die SEEHUNDSTATION FRIEDRICHSKOOG konnte am 9.Februar wieder drei Seehunde auswildern. Diesmal handelte es sich allerdings nicht um Heuler, sondern um erwachsene Tiere, die im Winter geschwächt gefunden worden waren und wieder aufgepäppelt werden mussten.

EUROPA:

Im ZOO KOPENHAGEN in Dänemark wurde ein vollkommen gesunder Giraffenbulle getötet. Wie spiegelonline berichtet, hatte der Zoo Angst vor Inzucht bei den ansässigen Giraffen und deshalb entschied man sich den Bullen Marius zu töten. Laut Angaben der Zooleitung habe das Alles den Richtlinien der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA) und des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) entsprochen. Angeblich habe man keinen Zoo gefunden, der Marius aufnehmen konnte und war deshalb zu dem Schritt gezwungen. Nach Angaben anderer Zoo hätte es durchaus Anfragen zur Übernahme von Marius gegeben, die allerdings unbeantwortet blieben. Die Giraffe wurde mit einem Bolzenschussgerät getötet und wird nun an die Raubtiere des Zoos verfüttert.

Ein seltsam anmutendes Experiment findet im DIERENPARK AMERSFOORT in den Niederlanden statt. Dort werden die männlichen Tüpfelhyänen in den nächsten Tagen blauen Kot von sich geben. Doch die Tiere sind nicht etwa krank, sondern es wurde ein ungefährlicher blauer Farbstoff ins Fressen gemischt, damit man an dem nicht gefärbten, weiblichen Kot eine Hormonuntersuchung durchführen kann. Hintergrund: Obwohl man zeugungsfähige Hyänen im Rudel hat und die Deckung beobachtet wurde, gab es in den letzten Jahren keine Jungtiere.

Auch in Russland gab es Ende des letzten Jahres ein Eisbärenbaby. Der IZHEVSK ZOO in der Nähe von Moskau meldete, dass am 12.Dezember 2013 ein kleiner Eisbär auf die Welt gekommen ist. Seit vor fünf Jahren die beiden Eisbären Dumka und Nord in den Zoo gezogen waren, hoffte man auf den ersten Nachwuchs in Izhevsk, als man das Kleine dann per instatlierter Videokamera sah, war die Freude groß. Man erwartet, dass Mutter und Kind im März zum ersten Mal die Geburtshöhle verlassen werden.

Eine schwere Entscheidung hatte man im ZOO TALLINN in Estland zu fällen. Während einer Untersuchung stellte man bei der 30-jährigen Eisbärin Waida einen zwei Kilo schweren Tumor an der Bauchspeicheldrüse fest. Man hatte lange versucht das Tier zu behandeln, entschloss sich nun die alte Bärin einzuschläfern. Waida kam 1984 im ZOO KASAN in Russland zur Welt und gebar in den 27 Jahren, die in Tallin lebte vier Jungtiere.

AFRIKA:

Für die stolze Summe von 130 Millionen US-Dollar steht das ERINDI PRIVATE GAME RESERVE in Namibia zum Verkauf. Der Besitzer Gert Joubert bietet zudem jedem der das Geschäft vermittelt eine Provision von 65 Millionen US-Dollar. Der 7.000 Hektar große Park beherbergt Löwen, Elefanten und eine Großzahl anderer Wildtiere. Joubert hofft auf einen Investor, der die Möglichkeiten des Parks für den Tourismus erkennt und fördert. Er besteht darauf den Verkauf vollkommen transparent für die Bürger und den Staat Namibia ablaufen zu lassen.

ASIEN:

Wieder einmal hat der berüchtigte SURABAYA ZOO in Indonesien für Negativschlagzeilen gesorgt. Nach Informationen von Die Welt, wurde ein erst dreijähriger Komodowaran tot in seinem Gehege gefunden. Die Zooverwaltung kündigte eine Autopsie des Reptils an. Zuletzt hatte der Zoo Anfang des Jahres Schlagzeilen gemacht, als ein Löwe erhängt in seinem Käfig entdeckt worden war. Tierschützer fordern schon lange die Schließung des Zoo.

Das erste Jungtier bei einem großen Säugetier nach über 30 Jahren konnte der ZOO XINJIANG in China melden. Während es am 28.Dezember 2013 draußen gut 20°C unter Null hatte, wurde im temperierten Flusspferdhaus ein weibliches Flusspferd geboren.

1 reply to this post
  1. Dass sich jemand um geschwächte Wintertiere kümmert finde ich sehr schön. Hoffentlich kommen sie wieder gut rein in das selbständige Leben in der freien Natur.