Noch keine Elefantenkühe für den Zoo Osnabrück

Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Elefantenbulle Luka – Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Elefantenbulle Luka im Zoo Osnabrück muss weiterhin auf Kühe warten. Eine erhoffte Möglichkeit hatte sich in den vergangenen Wochen zerschlagen. Doch Zoodirektor Prof. Michael Böer ist optimistisch.

„Am Schölerberg eine Zuchtgruppe für asiatische Elefanten aufzubauen, ist weiterhin unser großes Ziel. Es verschiebt sich leider nur. Dass es lange dauert, bis eine passende Gruppe zusammengestellt ist, ist aber normal“, so Zoodirektor Prof. Michael Böer. Das europaweit koordinierte und wissenschaftlich geführte Zuchtprogramm der Zoos sei sehr komplex und verschiedene Faktoren müssen beachtet werden, damit die Konstellation zum Beispiel genetisch oder im Bezug auf das Alter der Tiere passt. Zudem kommen noch individuelle Faktoren jedes einzelnen Zoos hinzu. „Die Zoos, die in der Lage gewesen wären, Kühe abzugeben, haben die Abgabe doch noch einmal aufgeschoben, da sich hier Umbauarbeiten verzögern. Dafür haben wir auch vollstes Verständnis“, berichtet Böer. „Ich bin aber sicher, dass wir in den nächsten Jahren hier eine passende Gruppe aufbauen können. So habe ich den Londoner Zoodirektor David Field in seiner Funktion als oberster Berater für alle Elefantenzuchtprogramme in Europa gebeten, mich zur nächsten Sitzung der neu gewählten Artkommission für das Zuchtprogramm des asiatischen Elefanten im Sommer einzuladen, damit ich unsere Situation und unser Anliegen noch einmal schildern kann“, so Böer optimistisch. Es gebe in Europa genug Zoos, bei denen in den kommenden Jahren Weibchen heranwachsen. Bis es soweit ist beherbergt der Zoo am Schölerberg den Zuchtbullen Luka, sowie die beiden Jungbullen Shanti (6 J.) und Shahrukh (6 J.). Diese sollen laut Böer auch vorerst am Schölerberg bleiben und nicht wie ursprünglich geplant in den Zoo von Athen reisen. Ob noch mehr Jungbullen im Laufe des Jahres dazu kommen, sei noch nicht bekannt. „Bemerkenswert ist allerdings, dass Shahrukh und Luka sich sehr gut verstehen. Sie stehen oft zusammen und berüsseln sich. Wir überlegen sogar, ob Shahrukh nicht langfristig bei uns bleiben kann“, meint Böer. Damit könne im Zoo Osnabrück ein neues Haltungskonzept getestet werden, da bislang immer entweder nur Jungbullengruppen oder eine Weibchengruppe mit einem Zuchtbullen gehalten werden. „Wenn aber die Charaktere der Tiere diese andere Form auch zulassen und Luka und Sharukh sich auch in Anwesenheit von Weibchen vertragen und ihnen diese Form der Gesellschaftshaltung von Elefanten sogar gut tut, um so besser“, freut sich Böer.

Quelle: PM Zoo Osnabrück