NRW ist ein Zoo-Bundesland

Foto: Zoo Wuppertal

Nordrhein-Westfalen ist das „Zoo-Land“: keine andere Region auf der Welt bietet eine größere Dichte an Zoologischen Gärten. 11 dieser Zoos und Tierparks haben sich 2003 zur Arbeitgemeinschaft der NRW-Partnerzoos zusammengeschlossen. Sie alle sind ein wichtiger Standortfaktor für das bevölkerungsreichste Bundesland im Erholungs-, Bildungs- und volkswirtschaftlichen Bereich. Für die Bürger von NRW bedeuten sie ein erhebliches Stück Lebensqualität, denn sie bieten vielfältige Bildungsmöglichkeiten und Naturerlebnisse und erfüllen eine wichtige Funktion als Naherholungsziel. Darüber hinaus sind sie bedeutende Wirtschaftsfaktoren in ihren Regionen und locken als touristische Attraktionen Millionen von Menschen nach NRW. Die nachfolgenden Zahlen und Daten verdeutlichen die Bedeutung der Zoos und Tierparks in diesem Bereich.

In den zurückliegenden fünf Jahren lag die durchschnittliche Besucherzahl aller 11 NRW-Partnerzoos zusammen bei knapp 6,5 Millionen Besuchern pro Jahr. Umgerechnet bedeutet diese Zahl, dass jedes Jahr ein gutes Drittel der Bewohner von NRW einen dieser Zoos und Tierparks besuchen. Allerdings kommen viele der Besucher der NRW-Partnerzoos auch aus anderen Regionen Deutschlands oder aus dem Ausland, insbesondere aus den Niederlanden.

Insgesamt werden über 30.000 Tiere in mehr als 1.000 Arten und Formen in den NRW-Partnerzoos gepflegt. Schilder, Schautafeln und andere Informationsmaterialien informieren umfassend über die gezeigten Tiere, deren Lebensräume, die Bedrohung zahlreicher Arten und die vielfältigen Bemühungen der Zoos im Natur- und Artenschutz. Zooführungen zu unterschiedlichen Themen, Vorträge und die von den Zoos betriebenen Internetseiten ergänzen das Bildungsangebot. In den Zooschulen, die es in jedem der 11 NRW-Partnerzoos gibt, leisten ausgebildete Zoopädagogen umfangreiche Bildungsarbeit für jährlich rund 80.000 Schülerinnen und Schüler aus allen Bevölkerungsgruppen.

Foto: Zoo Wuppertal

– Aachener Tierpark
– Tierpark und Fossilium Bochum
– Zoo Dortmund
– Aquazoo-Löbbecke Museum Düsseldorf
– Zoo Duisburg
– Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen
– Kölner Zoo
– Krefelder Zoo
– Allwetterzoo Münster
– Naturzoo Rheine
– Zoo Wuppertal

Das Gesamtbudget für den Betrieb der 11 NRW-Partnerzoos lag in den letzten fünf Jahren durchschnittlich deutlich über 60 Millionen Euro pro Jahr. Zusammen beschäftigen sie über 900 Mitarbeiter. Daneben engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich in den Zoo-Fördervereinen. Seit 2006 tätigten die 11 Zoos und Tierparks zusammen Investitionen von über 92 Millionen Euro in Anlagen und Gebäude.

Viele Tiere in den Zoos und Tierparks sind gleichsam Botschafter ihrer oftmals bedrohten Artgenossen in freier Natur. Die 11 NRW-Partnerzoos leisten daher auch einen erheblichen Beitrag zum weltweiten Natur- und Artenschutz. Sie beteiligen sich an über 80 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP) und Europäischen Zuchtbüchern (ESB) und führen für 26 bedrohte Arten die Internationalen Zuchtbücher. Neben diesen Bemühungen innerhalb der Zoos (Ex-situ-Artenschutz) unterstützen die Zoos und Tierparks auch zahlreiche Forschungs- und Schutzprojekte für bedrohte Arten und Lebensräume im Freiland (In-situ-Artenschutz). Für zahlreiche Wiederansiedelungsprogramme in ihrem Lebensraum ausgestorbener Tiere (z.B. Goldkopflöwenäffchen, Przewalski-Wildpferd, Waldrapp, Bartgeier etc.) stellen sie im Zoo geborene Nachzuchten zur Verfügung.

Die aufgeführten Zahlen und Fakten verdeutlichen den Stellenwert der 11 NRW-Partnerzoos für Nordrhein-Westfalen in den Bereichen Erholung, Bildung, Tourismus und Wirtschaft und ihrer immensen Bedeutung für den Natur- und Artenschutz.

Quelle: PM Partnerzoos NRW / Zoo Wuppertal