Nutzpflanzenhaus der Wilhelma: Wo der Pfeffer wächst…

Nutzpflanzen - Foto: Wilhelma

Nutzpflanzen – Foto: Wilhelma

Nutzpflanzenhaus der Wilhelma:
Wo der Pfeffer wächst…

Um Ananas, Kaffee, Tee oder Pfeffer beim Wachsen, Blühen und Fruchten zu erleben, muss man nicht in die Ferne schweifen oder dorthin fahren, wo der Pfeffer wächst. Beim Besuch des neu gestalteten Nutzpflanzenhauses der Wilhelma trifft man immerhin auf rund 60 tropische Gewächse, die Menschen ernähren oder ihnen andere wertvolle Rohstoffe liefern.

Tropische Nutzpflanzen gedeihen in der Wilhelma bereits seit den 1960er Jahren. Damals wie heute wird hier gezeigt, wie eine Mango am Baum wächst, wie ein Kaffeestrauch blüht und fruchtet und wie eine Vanille-Pflanze aussieht. Doch während bisher den Wilhelma-Besucher im Maurischen Landhaus üppiges, wildwachsendes Grün empfing, betritt man heute einen wohlgeordneten, kleinbäuerlichen Nutzgarten. Ziel ist es nach wie vor, die große Vielfalt tropischer Gewächse zu präsentieren, die für uns Menschen als Nahrungs-, Genuss- und Heilmittel dienen oder als Rohstofflieferanten begehrt sind. Gezeigt werden sie allerdings nun genauso, wie sie auch in ihren Herkunftsländern genutzt werden. Ein Aha-Effekt ist so vorprogrammiert.

Denn wer hat schon einmal eine Kaffee- oder Teeplantage besucht? Oder weiß, wie Mango, Kakao und Papaya wachsen? Neu ist auch ein Hochbeet, auf welchem kurzlebige Pflanzen, wie Erdnuss und Asia-Salat, angebaut werden. Ein besonderer Hingucker ist die kleine Terrasse, auf der Reis, eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Erde, angebaut wird. Premiere haben auch zwei Beete, die hinter dem Maurischen Landhaus Nutzpflanzen zeigen, die im Sommer gerne an der frischen Luft gedeihen. Baumtomate und Okra, aber auch verschiedene Maissorten und Tabakpflanzen sind hier zu bestaunen. Viel Liebe zum Detail haben die Wilhelma-Gärtner in diese Nutzpflanzenschau gesteckt. Kaum sichtbar ist, wie viel Pflege die vielen verschiedenen Pflanzenarten und -sorten brauchen. Täglich wird gegossen, gesäubert, geschnitten und nachgepflanzt, damit das Bild vom kleinen Bauerngarten immer perfekt ist.

Zu jeder Pflanze, die im Nutzpflanzenhaus oder in den Freilandbeeten wächst, lassen sich interessante Geschichten erzählen. Beim Nutzpflanzentag in der Wilhelmaschule stehen diese Geschichten im Mittelpunkt. Da passt es zudem sehr gut, dass in dieser Woche die so genannte „Woche der Botanischen Gärten“ unter dem Motto „Pflanzen ernähren die Welt“ stattfindet. Aus diesem Anlass können am Sonntag in der Wilhelma viele exotische Früchte probiert, Gewürze und exklusiver Kaffee getestet werden. Zudem stehen tropische Faserlieferanten, unter welchen die Baumwolle sicherlich die bekannteste ist, im Mittelpunkt der Veranstaltung. Kinder können gegen einen kleinen Unkostenbeitrag ihre eigenen Baumwolltaschen gestalten. Dieses Angebot gilt solange der Vorrat reicht.

Quelle: PM Wilhelma