Opel-Zoo: Brunft bei den Mesopotamischen Damhirschen

Foto: Archiv Opel Zoo

Foto: Archiv Opel Zoo

Kaum sind die Hessischen Sommerferien beendet, gibt es erste herbstliche Meldungen aus dem Opel-Zoo: Die Mesopotamischen Damhirsche sind in der Brunft.

Sie findet stets im August/September statt, beginnt in der Regel vor der der Rothirsche und verläuft in Bezug auf die Lautstärke der Brunftschreie deutlich leiser: Die männlichen Tiere geben eher rülpsende, denn röhrende Brunftlaute von sich. Äußerst interessant ist aber die Verhaltensbeobachtung der Mesopotamischen Damhirsche in dieser Zeit, in der der stärkste Hirsch den besten Platz beansprucht. Die Männchen zeigen zudem ritualisierte Verhaltensweisen, die so genannten Kommentkämpfe. Hierbei laufen die Tiere parallel nebeneinander her und versuchen dabei ihren Konkurrenten in Bezug auf seine körperliche Stärke einzuschätzen. In der Regel genügt das sich voreinander Aufbauen bereits, um dem schwächeren Hirsch seine Unterlegenheit klar zu machen. Erst bei gleichstarken Tieren kommt es zum Kräftemessen unter Einsatz des Geweihs.

Solche Beobachtungen ermöglichen die neuen Beobachtungsstände am so genannten Panoramaweg im Opel-Zoo, von denen man direkten Einblick in die weitläufigen Gehege hat. Großformatige Schautafeln informieren darüber hinaus über Besonderheiten der Mesopotamischen Damhirsche, die bereits Mitte des 20. Jahrhunderts als ausgestorben galten und deren Gesamtbestand in den Zoos der Welt bei nur etwa 400 Tieren liegt. Es gibt von dieser Art mehr Tiere in Menschenobhut als in der freien Natur. Alle heute in Zoos lebenden Mesopotamischen Damhirsche stammen von den drei ursprünglich vom Zoogründer, Dr. Georg von Opel, gesuchten und importierten Tieren ab.

Quelle: PM Opel Zoo