Pandanachwuchs im Smithsonian National Zoo zeigt sich der Öffentlichkeit

Bao Bao mit Mutter Mei Xiang - Foto: Smithsonian National Zoo

Bao Bao mit Mutter Mei Xiang – Foto: Smithsonian National Zoo

Nachdem Panda-Nachwuchs Bao Bao im Smithsonian National Zoo in Washington D.C. nun bereits sieben Monate alt ist, wurde es ihm und seiner Mutter Mei Xiang ermöglicht in das Außengehege zu gehen. Täglich um 8.00 Uhr morgens wird nun der Schieber geöffnet, vorausgesetzt es ist trocken und es hat mindestens 2°C Außentemperatur.
Bevor der kleine Star des Zoos aber seine neue „Spielwiese“ erkunden darf, wartete allerdings noch einige Arbeit auf seine Pfleger. Natürlich musste die Anlage zunächst für Bao Bao jungtiergerecht präpariert werden, weil Große Pandas und besonders die Jungtiere gerne auf Bäume klettern. Also sorgte man dafür, dass der Kleine nicht auf alle Bäume klettern kann und verlegte unter denen, die für Bao Bao zu erklimmen sind eine dicke Strohschicht. So kann sich das Tier bei einem Absturz nicht verletzen.
Natürlich werden Mutter und Kind nicht nach draußen gescheucht, es bleibt ihnen selbst überlassen ob sie in ihr winterliches Außengehege gehen wollen oder nicht. Deshalb kann es durchaus sein, dass einige Besucher umsonst am Panda-Gehege warten. Die Tierpfleger gehen davon aus, dass es wohl noch einige Wochen dauert, bis sich die beiden Pandas regelmäßig außerhalb ihres Hauses zeigen.

Bao Bao ist der zweite  Nachwuchs des Pandapärchens Mei Xiang und Tian Tian, die für zehn Jahre von China an den Smithsonian National Zoo ausgeliehen wurde. Am 9.Juli 2005 gebar Mutter Mei Xiang bereits ein männliches Jungtier das auf den Namen Tai Shan getauft wurde. Nachdem der Kleine in den Vereinigten Staaten aufgewachsen war, wurde er im Jahre 2010 nach China gebracht. Das ist eine gängige Praxis, bei Großen Pandas, die außerhalb Chinas geboren wurden. Der Leihvertrag den jeder Zoo unterzeichnen muss, wenn man Große Pandas aus China bekommen möchte, besagt, dass nicht nur das verliehene Pärchen, sondern auch deren Nachwuchs im Besitz der Volksrepublik China bleibt. Eine ähnliche Verfahrensweise wendet die brasilianische Regierung bei den Goldkopf-Löwenaffen an.
Bao Bao wurde am 23.August 2013 geboren und bekam seinen ersten Gesundheitscheck am 16.September. Es sei erstaunlich zu sehen, wie schnell Bao Bao in den ersten Wochen gewachsen sei, erklärte Brandie Smith, Senior-Kurator bei den Säugetieren und Großen Pandas. Zudem beweise sich Mei Xiang erneut als gute Mutter, ebenso wie bei ihrem ersten Jungtier.

Große Pandas gibt es seit dem Tod des letzten Tieres im Zoo Berlin in keinem deutschen Zoo mehr zu sehen. Selbst in Europa halten nur noch fünf Einrichtungen die seltenen Tiere. Darunter so renommierte Zoos wie z.B. der Tiergarten Schönbrunn in Wien, der Zoo Madrid oder der schottische Zoo Edinburgh.

Quelle: PM Smithsonian National Zoo / zoogast.de