Persische Leoparden beziehen neues Quartier im Allwetterzoo Münster

Foto: Simon Pannock

Nachdem die Tiger des Allwetterzoos Münster bereits in der vergangenen Woche ihr neues zu Hause erkunden durften, sind nun auch die Leoparden in ihrer neuen Anlage. Leopardendame Bara (*06/2007, Zoo Budapest) kehrte am vergangenen Donnerstag aus dem Zoo Chemnitz zurück, in dem sie während der Umbauarbeiten ihren Urlaub verbringen durfte. Währenddessen verweilte Kater Jahrom (*06/2005,
Zoo Chemnitz) im Allwetterzoo in einer anderen Anlage, um nicht unnötigem Stress ausgesetzt zu werden. Nun sind beide Leoparden gesund und munter in ihrer neuen, größeren Anlage eingezogen und haben bereits ihren Lieblingsplatz in luftiger Höhe ausgewählt. Jede Katze hat seine eigene Anlage, da Leoparden Einzelgänger sind. Nur während der Paarungszeit werden sie zusammen gelassen. Beide Anlagen verfügen über viele Klettermöglichkeiten, da die Großkatzen sich als ausgezeichnete Kletterkünstler verstehen. Zudem gibt es viele Spiel-, aber auch Versteckmöglichkeiten, so dass die Tiere sich jederzeit zurückziehen können. Insgesamt wurde der Leopardenbereich auf 500 qm vergrößert und jede Anlage verfügt über eine Höhe von 8 m. Das Leopardenpaar hatte bereits im Jahr 2011 zwei Jungtiere zur Welt gebracht. Auch zukünftig soll mit den Tieren gezüchtet werden, um einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Der Allwetterzoo Münster ist stark mit den Leoparden verbunden, so gab es bereits bei der Zooeröffnung im Jahr 1974 diese anmutigen Tiere.

Der Persische Leopard gilt als stark bedroht, in der freien Natur gibt es keine 1.000 Exemplare mehr. Nicht zuletzt durch die vielen Kriege in ihren Heimatländer Iran, Irak und Afghanistan geht der Bestand kontinuierlich zurück. Der Allwetterzoo Münster beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) zur Auswilderung von Leoparden. Verschiedene Zoos und Naturschutzorganisationen sind daran beteiligt. Projektziel ist die Vermehrung und Ausbreitung von Leoparden im russischen Kaukasus.

Die Großkatzen lernen dort in einem Zucht- und Trainingsgehe lebende Tiere zu jagen – wie Hirsche, Dachse und Wildschweine. Kontakt zu Menschen haben Sie nicht, damit sie ihre natürliche Scheu nicht verlieren und später fliehen können, wenn sich Menschen nähern. Drei Tiere wurden bereits in die Freiheit entlassen – sie sind die Hoffnungsträger für ihre Artgenossen.

Quelle: PM Allwetterzoo Münster

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