Pinguinnachwuchs im Tierpark + Fossilium Bochum

Foto: Tierpark Bochum

Die Humboldt-Pinguine (Spheniscus humboldti) im Bochumer Tierpark haben Nachwuchs. Bereits Anfang April schlüpften die ersten Küken aus ihren Eiern und wurden in den geschützten Bruthöhlen von ihren Eltern versorgt. Dabei wechselten sich beide Elternteile ab. Mittlerweile bringen die Jungvögel stolze 3kg auf die Waage. Ihr Gefieder erinnert jedoch noch wenig an den charakteristischen schwarzweißen Frack der erwachsenen Tiere. „Noch tragen unsere jungen Humboldt-Pinguine ein graues Jugendfederkleid aus dichten Daunen. Dieses Gefieder ist zum Schwimmen eher ungeeignet, da es sich zu schnell vollsaugen würde. Deswegen dauert es auch erfahrungsgemäß noch gut drei Wochen, bis unsere Besucher den Nachwuchs bei seinen ersten Schwimmversuchen beobachten können“, verrät Revierleiterin Inga Riebel. Dann werden auch die Jungvögel das typische Punktemuster auf der weißen Brust tragen, das für jeden Pinguin so einzigartig ist wie unser menschlicher Fingerabdruck.

Für den Tierpark ist die Nachzucht der charismatischen Meeresvögel ein besonderer Grund zur Freude, denn Humboldt-Pinguine zählen zu den am stärksten bedrohten Vogelarten der Welt. Zoodirektor Ralf Slabik erklärt:„In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet –die Pazifikküste Südamerikas – sind die Pinguine durch verschiedene Faktoren gefährdet. Sowohl die Zerstörung des Lebensraumes durch die Industrialisierung, als auch schädliche Fischereimethoden, Meeresverschmutzung und der Abbau von Guano (stickstoffreicher Vogelkot), den die Pinguine zum Bau ihrer Bruthöhlen nutzen, werden den Vögeln zum
Verhängnis. Als Mitglied der Vereinigung „Sphenisco – Schutz des Humboldt-Pinguins e.V.“ setzt sich der Tierpark bereits seit über 40 Jahren für den Arterhalt der Pinguine ein und beteiligt sich darüber hinaus an dem zooübergreifenden Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP). „Aufgrund der Corona-Krise konnte der diesjährige Welt-Pinguintag leider nicht wie üblich in den Zoos gefeiert werden. Umso schöner ist es, dass wir nun mit der positiven Nachricht unseres Nachwuchses einmal mehr auf den Humboldt-Pinguin aufmerksam machen können“, so Ralf Slabik.

Quelle: PM Tierpark + Fossilium Bochum

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