Prinz-Alfred-Hirsche und Visayas-Mähnenschweine werden im Zoo Landau zusammen gehalten

Beide leben sie auf den Philippinen, beide sind sie hochbedroht und beide gibt es sie seit Ende Juni auch im Zoo Landau – die Prinz-Alfred-Hirsche und die Visayas-Mähnenschweine. Bisher lebten sie in direkter Nachbarschaft mit Kontaktmöglichkeit am Zaun aber in getrennten Gehegen, doch von Anfang an war der Zoo bestrebt, diese beiden Tierarten im gleichen Gehege zu vergesellschaften. Da die Begegnungen an der Gehegegrenze neugierig und freundlich verliefen, wurden am 6.September zum ersten Mal die Verbindungstore geöffnet. Groß war die Spannung beim Mitarbeiterteam, doch zum Glück verlief das erste Zusammentreffen friedlich und ohne allzu große Aufregung. Reichlich zur Verfügung gestelltes Laub sorgte für Ablenkung, die beiden jungen, weiblichen Schweine zeigten sich gewohnt quirlig und frech, während die Hirsche zunächst etwas überrascht über die wuseligen „Eindringlinge“ waren.

Solche Gemeinschaftshaltungen von Arten aus dem gleichen Lebensraum haben nicht nur einen besonderen edukativen Wert und sind attraktiv für die Zoobesucher, sie bieten vor allem einen großen Mehrwert für die beteiligten Arten. Sich nicht nur mit Individuen der eigenen Art sondern auch mit artfremden Gehegenossen auseinandersetzen zu müssen, bietet reichlich Beschäftigung für die Tiere und entspricht auch ein Stück weit mehr den Bedingungen im natürlichen Lebensraum, in dem sich die beiden Tierarten auch begegnen könnten. Ob die Gemeinschaftshaltung zu jeder Zeit des Jahres, also z.B. auch während der Hirschbrunft oder wenn Jungtiere geboren wurden, möglich ist, wird sich zeigen. Fürs Erste ist das Team –und scheinbar auch die Tiere – aber sehr zufrieden mit dieser neuen tierischen WG im Zoo Landau!

Quelle: PM Zoo Landau in der Pfalz

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