Pünktlich zu Ostern schlüpfen die Seidenhühner im Zoo Basel

Seidenhühner-Küken - Foto: Zoo Basel

Seidenhühner-Küken – Foto: Zoo Basel

Osterküken im Kinderzoo

Ihr Federkleid sieht aus wie ein flauschiges Osterhasenfell. Ihre Ostereier haben die Seidenhühner im Zoo Basel bereits ausgebrütet: Acht bunte Küken haben sich mit Hilfe ihres Eizahns aus der schützenden Eischale befreit und piepsen und picken nun um die Wette. Im Kinderzolli verzichtet man bewusst auf Brutapparate, sondern setzt auf Naturbrut.

Die Seidenhuhn-Henne betreut ihren Nachwuchs mit großer Sorgfalt und mit viel Engagement. Unter ihrer Anleitung erkunden die bunten Federbällchen neugierig ihre Umgebung und picken nach allem, was die Form von kleinen Körnchen hat. Bei den ersten Anzeichen von Gefahr flüchten sie unter die schützenden Federn der Mutter. Die acht Küken sind in den nächsten Wochen im Stall zu beobachten. Im Aussengehege könnten sie das Interesse von Graureihern oder Krähen wecken. Sobald sie etwas grösser sind, werden sie zur restlichen Hühnerschar stoßen.

Natürliche Brut

Im Kinderzolli brüten die Hennen die Eier selber aus und ziehen die Küken anschließend auf. Es gibt nicht mehr viele Orte, an welchen diese sogenannte Naturbrut praktiziert wird. In der kommerziellen Hühnerzucht ist die Kunstbrut Standard. Bei dieser Methode werden die Eier nicht von den Hennen ausgebrütet, sondern in einen Brutapparat gelegt, in welchem sie gewärmt, belüftet und automatisch gewendet werden. Der Vorteil liegt darin, dass die Anzahl Küken grösser und besser planbar ist. Nachteilig ist, dass der natürliche Bruttrieb bei vielen Hühnerrassen verloren gegangen ist. Bei der Naturbrut hängt der Erfolg der Nachzucht vom Brutverhalten der Hennen ab. Von den Seiden-Hühnern im Zoo Basel, die in Brutstimmung waren, hat bis jetzt nur eines bis zum Schlupf der Küken durchgehalten.

Sprechende Eier

Bereits einige Tage vor dem Schlupf hören die Küken die Henne und nehmen piepsend mit ihr Kontakt auf. Nach einer Brutdauer von 21 Tagen brechen die Küken die Eischale von innen mit Hilfe des „Eizahns“ auf. Dabei handelt es sich um einen Hornhöcker auf dem Schnabel, der sich nach getaner Arbeit wieder zurückbildet. Seit ihrem ersten Lebenstag ernähren sich die Küken selber. Zuerst erhalten sie etwas feineres Futter und wagen sich, wenn sie etwas grösser sind, an die gröberen Körner.

So flauschig wie der Osterhase

Das Seidenhuhn ist eine Rasse des Haushuhns. Sein typisches Merkmal ist das Federkleid, welches fast wie ein feines Fell wirkt. Die Seidenfiederigkeit rührt daher, dass die kleinen Häkchen fehlen, welche die Federstrahlen bei flugfähigen Vogelarten zu einer tragfähigen Fläche verbinden.

Quelle: PM Zoo Basel