Ralf ist der heimliche Star im Tiergarten Nürnberg

Foto: Tiergarten Nürnberg

Im Manatihaus des Tiergartens der Stadt Nürnberg lebt „Ralf“. „Ralf“ steht als Abkürzung für Rotaugenlaubfrosch. Diese Frösche sind durch Werbung international bekannt geworden, da sie durch ihr Äußeres zu den großen Sympathieträgern gehören. Die leuchtend roten Augen, die blauen Arme und die orangen Pfoten neben dem grell grünen Rücken, machen diese nachtaktiven Tiere so unverkennbar und attraktiv.
Rotaugenlaubfrösche (Agalychnis callidryas) leben in den Urwäldern im Südlichen Mittelamerika. Die Gelege werden vom Weibchen an Blätter über Wasserstellen gelegt, sodass die Kaulquappen nach etwa einer
Woche ins Wasser „abtropfen“ können. Nach weiteren sieben Wochen ist die Umwandlung (Metamorphose) zum Frosch abgeschlossen und die kleinen Frösche klettern an Land, oft noch mit einem Rest des
Schwanzes. Den Tag verbringen die Frösche schlafend an Blattunterseiten, wobei sie die bunten Körperteile verstecken und die roten Augen schließen. So sind sie kaum zu erkennen. Dank ihrer nächtlichen Lebensweise bleiben sie den allermeisten Besuchern verborgen, sind aber am 2. Oktober 2012 in der „Nacht der
Fledermäuse“ hoffentlich gut zu sehen. Im Moment sind alle Entwicklungsstadien zu sehen: ein Gelege vom
27. August 2012, Kaulquappen in allen Stadien und Jungfrösche, die ältesten von Ende Juli 2012.

Quelle: PM Tiergarten Nürnberg