Raritätenzoo Ebbs: Neue begehbare Freiflugvoliere eröffnet

Neue Voliere für Afrikanische Vögel im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Neue Voliere für Afrikanische Vögel im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Begehbare Freiflugvoliere für Nimmersatte und Perlhühner fertig gestellt

Im Raritätenzoo Ebbs ist eine weitere Etappe geschafft. Nachdem die neuen Besitzer im Jahr 2007 den Zoo in Tirol nahe der deutschen Grenze übernommen haben, wird die Anlage, auf der manche Gehege noch aus den 1970er Jahren stammen, nach und nach modernisiert. Da der Raritätenzoo im Winter schließt, ist dies, je nach Witterung, eine gute Möglichkeit bauliche Veränderungen vor zunehmen. Im letzten Jahr hatte man die Brücken erneuert, welche über den schmalen Bach führen, der den Zoo durchfließt. Außerdem wurde der Spielplatz neben dem Gehege der Halsbandpekaris mit einem neuen Holzflugzeug ausgestattet.
In diesem Winter nahm man dann ein Großprojekt in Angriff. Am unteren Rand des Zoos wo bisher die Rosapelikane, ein Pärchen Nimmersatte zusammen mit einem Marabu und die Kronenkraniche, sowie die Sattelstörche lebten, sollte ein neues Areal entstehen, das komplett umstrukturiert, artgerecht für Zoobewohner und attraktiv für Zoogäste wurde.

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2011 - Foto:M.Schmid/zoogast.de

Nimmersatt im Raritätenzoo Ebbs – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Nachdem die Sattelstörche und der Marabu den Raritätenzoo verlassen und die Rosapelikane sich den kleinen zentralen Stausee als neues Zuhause ausgesucht hatten, wurden die verbliebenen Bewohner in Ersatzunterkünften untergebracht und mit dem Bau begonnen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Durch eine Schleusentür führt ein breiter, überdachter Laufsteg aus Holz zunächst an dem Gehege der Kronenkraniche vorbei, das lediglich mit einem höheren Zaun ausgestattet wurde. Man hatte nichts im Bereich der Tiere verändert, da diese im letzten Jahr gebrütet hatten und ihr Junges auch selbstständig erfolgreich aufziehen konnten.
Durch eine weitere Türe, immer noch dem Laufsteg folgend, betritt man dann das Prunkstück der neuen Vogelvoliere, ein weitläufiges Gehege mit zwei Tierhäusern einem Teich und Hochnestern. Dies ist das neue Zuhause der bereits ansässigen und einiger neu eingezogener Nimmersatte und der ebenfalls neuen Perlhühner. Der Nimmersatt ist ein Storch der ursprünglich in Afrika, südlich der Sahara und Madagaskar lebt und Perlhühner sind Wildhühner, die ebenfalls aus Afrika stammen. Da die Voliere rundum geschlossen ist, sind die Vögel nicht gestutzt und so kann man die einzelnen Tiere der große Nimmersattgruppe dabei beobachten, wie sie es sich auf den Dächern der Tierhäuser und auf den Hochnestern gemütlich machen, während die Perlhühner auf dem Boden der Anlage nach Insekten suchen. Als besonderes Extra hat man Gucklöcher in die Rückwand des Laufstegs geschnitten, durch welche man die Flamingos ganz aus der Nähe beobachten kann, die auf der Rückseite der neuen Anlage ihr eigenes Refugium haben.

Rhesusaffen im Raritätenzoo Ebbs 2013 - Foto:M.Schmid/zoogast.de

Foto:M.Schmid/zoogast.de

Das eine Highlight steht, das Nächste ist auch schon kurz vor der Fertigstellung. Direkt neben der Freiflugvoliere entsteht die die neue, großzügige Anlage für die Rhesusaffen, die im Moment zwar noch ihr etwas tristes altes Gehege bewohnen, sich aber schon auf eine neue Heimat freuen können.

 

M.Schmid/zoogast.de