Raritätenzoo Ebbs in Österreich: Trompetervögel geschlüpft

Foto: Raritätenzoo Ebbs

Eine absolute Seltenheit hat der Raritätenzoo Ebbs wieder einmal zu vermelden. Dass Graurücken – Trompetervögel schlüpfen ist in Ebbs zwar schon gelungen, dass sie aber in der Gruppe der Altvögel groß aufwachsen ist eine Rarität.
In ihrer Heimat Südamerika sind Graurücken – Trompetervögel keine Seltenheit, im Gegenteil sie werden gerne mit Haushühnern gehalten, da Trompetervögel sehr aufmerksam sind und jede Annäherung eines Fressfeindes sofort lautstark melden. In diesem Umfeld ziehen die Vögel ihren Nachwuchs selbstständig groß.
In zoologischen Gärten und Privatzuchten zeigt sich eine Eigenschaft, die in der freien Wildbahn wahrscheinlich zum Überleben der Art beträgt, als größtes Problem des Zuchtvorhabens. Die frisch geschlüpften Jungtiere zieht es nicht alle zur Mutter, wie etwa bei Entenvögeln, sondern jedes Jungtier sucht sich ein adultes Bezugstier in der Gruppe. So zieht ein Küken mit dem Hahn, eines mit der Henne und weitere mit anderen Tieren der Gruppe. Meist werden nicht mehr Eier gelegt als Tiere in der Gruppe sind. Dieses Verhalten birgt für die Aufzucht große Probleme.
Graurücken – Trompetervögel sind anfangs sehr empfindlich gegenüber Kälte und Nässe. Es wäre also essentiell, dass das Wetter beim Schlupf warm und trocken ist und die Gruppe das gut strukturierte und bewachsene Freigehege aufsuchen kann. In den vergangenen Jahren war das Wetter aber nicht dazu geeignet die Gruppe ins Außengehege zu lassen. Im Innenbereich schien es als könnten sich die einzelnen Gruppenmitglieder nicht sondieren. Wir gehen davon aus, dass dies in den vergangenen Jahren der Grund war, dass es zu großer Unruhe und Aggression kam. In diesem Fall musste man die Küken von der Gruppe und in weiterer Folge einzeln untereinander trennen, da sie sich sonst gegenseitig schwer verletzten. So wurde die Aufzucht aufwendig und nicht unkompliziert, ist aber in Ebbs schon mehrmals gelungen.
In diesem Jahr klappt aber alles perfekt. Wetter und Schlupf haben genau gepasst und die Küken konnten ab dem ersten Tag auch die Außenanlagen aufsuchen. Sie zeigen sich mit der Gruppe im Freigehege. Die Alttiere führen die Küken aufmerksam, füttern und hudern ausgezeichnet. Die Jungtiere entwickeln sich bestens und das aggressive Verhalten war zu keinem Zeitpunkt festzustellen. Dieser Anblick ist eine wahre Augenweide und ein zusätzliches Zuckerl zum Anblick dieser sowieso sehr selten in Zoos oder Tierparks gezeigten Art.

Quelle: Raritätenzoo Ebbs