Reptilium Landau: US-Militär bringt blinden Passagier aus der Wüste mit

Foto: Reptilium Landau

Foto: Reptilium Landau

Es ist eine Situation die einigen Urlauber bekannt sein dürfte: man kommt aus einem fremden Land zurück, packt die Koffer aus und findet zwischen der Badehose und dem Kosmetikbeutel, das eine oder andere Urlaubssouvenir, das unplanmäßig im Koffer gelandet ist. Und auch wenn die US-Militärs so eine Situation bestimmt aus dem Privaten kennen, war das Souvenir, dass sie am 22. Dezember 2015 in einem aus dem Krisengebiet Äthiopien importierten Radlader gefunden haben, einmalig.

Seit dem 6. November 2015 stand der Radlader bei Wind und Wetter auf dem Militärgelände in Ramstein und wurde nicht groß beachtet. Die Aufmerksamkeit stieg gestern dann aber sehr schnell an, als die Maschine zur Reparatur genauer unter die Lupe genommen wurde. Beim Öffnen der Fahrerkabine fanden die US-Militärs einen blinden Passagier, der vom 6. November bis zum 22. Dezember, Unterschlupf im Radlader gesucht hatte. Die Airbase nahm daraufhin Kontakt mit dem Zoo in Kaiserlautern auf, um die Echse bestimmen zu lassen und ihr ein neues Zuhause zu bieten. Da Nilwarane, mit einer Gesamtlänge von über 2m eine der größten Waranarten der Welt sind, konnte der Zoo Kaiserslautern das Tier aus Platzgründen nicht aufnehmen und kontaktierte daraufhin das Reptilium Landau. Nachdem die Fotos des Tieres verschickt wurden, der Nilwaran sicher verpackt war, ging die Reise für das Reptil weiter nach Landau. Seit dem 22. Dezember lebt der Ausreiser in Deutschlands größtem Reptilienzoo. Nach allen notwendigen Untersuchungen haben die Tierpfleger bestätigt, dass der Nilwaran, der normalerweise südlich der Sahara in ganz Afrika verbreitet ist, bei bester Gesundheit ist und die 46 Tage deutsches Klima ohne Probleme überstanden hat. Für die nächsten Wochen steht der Waran noch in der Quarantänestation unter Beobachtung, bis er dann im neuen Jahr ein Terrarium im Reptiliums bezieht.

Quelle: PM Reptilium Terrarien- und Wüstenzoo