Riesenvogelspinne in Worms gefunden

Foto: Reptilium Landau

Foto: Reptilium Landau

Ein verirrter Faschingsgast aus der Karnevalregion Brasilien oder doch ein ausgesetztes Haustier wurde gestern in der Hagenstraße in Worms gefunden.

Ein dunkelbraun fast schwarzhaariger tierischer Fund erregte gestern Morgen die Aufmerksamkeit eines Passanten in Worms. Was sich im ersten Moment nicht ungewöhnlich anhört stellt sich bei genauerer Betrachtung dann aber doch als untypisch für unsere Region heraus: das Tier misst eine Körpergröße von etwa 25 cm und besitzt 8 Beine und Augen und Giftzähne die 2cm lang sind. Bei dem Fund handelte es sich um eine brasilianische Riesenvogelspinne, die normalerweise im Nordosten Brasiliens beheimatet ist und zu einen den größten Vogelspinnenarten der Welt zählt.

Aufgrund dieser Fakten alarmierte der Passant die Feuerwehr Worms die nach dem ersten Begutachten des Tieres die Tierrettung Rhein Neckar UG informierte. Die wiederum setzte sich mit dem Reptilium in Landau in Verbindung, die neben einer Vielzahl an Reptilien, Echsen und Amphibien auch einige Vogelspinnenarten beheimatet. Nachdem geklärt war, dass der Halter des Tieres unbekannt war, wurde der Achtbeiner von zwei Mitarbeitern der TRN artgerecht verpackt und ins Reptilium nach Landau gebracht. In der Zwischenzeit bereiteten die Tierpfleger des Terrarienzoos ein Aufnahmeterrarium für den Gast aus Brasilien vor, in dem er die nächsten Tage zur Quarantäne untergebracht ist. Wenn die tierärztlichen Untersuchungen abgeschlossen sind kommt das Tier in die Ausstellung und die Besucher des Reptiliums haben dann vielleicht auch mal bei einer Vogelspinnenpräsentation die Möglichkeit den Ausreißer über ihre Hand laufen zu lassen. Wie alle anderen Vogelspinnen ist das Gift der brasilianischen Riesenvogelspinne mit der Reaktion eines Wespenstiches zu vergleichen.

Quelle: PM Reptilium – Terrarien und Wüstenzoo