Roter Panda Pong im Zoo Osnabrück eingezogen

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem die zwei Pandaweibchen Yin und Yang 2015 in ihr neues Gehege am Tigertempelgarten gezogen waren, ist nun auch endlich ein Männchen eingetroffen, wie der wissenschaftliche Kurator und Biologe Tobias Klumpe vom Zoo Osnabrück berichtet: „Es war gar nicht so einfach ein Männchen dieser stark gefährdeten Tierart aus einem anderen Zoo zu erhalten, weil es in den letzten Jahren nicht viel Nachwuchs gab. Die Nachzucht und die Weitergabe der Zootiere organisieren die Zoos bei vielen Tieren europa- und weltweit über ein wissenschaftlich geführtes Zuchtbuch, das ein Biologe betreut. Außerdem wollten wir zunächst mehr Erfahrung in der Haltung dieser anspruchsvollen Tierart sammeln und haben deswegen erstmal das weibliche Geschwisterpaar bei uns gehabt.“

Nun war es aber endlich soweit: Der Zoo hat ein Männchen erhalten und kann nun hoffentlich diese vom Aussterben stark gefährdete Tierart nachzüchten. Das 4 Jahre alte Männchen Pong traf Mitte Juni aus dem polnischen Zoo Katowice in Osnabrück ein. Vorab hatte noch Schwester Yang den Osnabrücker Zoo Richtung Frankreich in den Zoo Le Vigen verlassen. „Pong ist zunächst in einen separaten Bereich im Innengehege gezogen. Nachdem er den gesamten Innenbereich kennengelernt hatte, traf er nun auch Weibchen Yin und die beiden scheinen sich gut zu verstehen“, so Klumpe. Und das sei keine Selbstverständlichkeit. „Rote Pandas sind sehr wählerisch, was ihre Partner angeht, von daher können sie auch schon mal aneinandergeraten.“ Doch hier war die Partnerwahl wohl erfolgreich. Nun hofft das Zooteam auf Nachwuchs.

„Der Rote Panda stammt ursprünglich aus Asien. Hier wird sein Lebensraum, die Bergwälder, zerstört, weswegen dieser ruhige und scheue Bewohner immer weniger Platz zum Leben hat. Weniger als 10.000 Tiere gibt es noch in der Wildbahn“, erläutert Klumpe.

Quelle: PM Zoo Osnabrück

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