Seehundjungtier im Neunkircher Zoo gestorben

Zoonews NewsDer am 10. August 2014 von Mutter IRI (geboren 27. Juni 2008 im Zoo Zürich) erstgeborene Seehundjunge SPECKI ist am letzten Samstagvormittag gestorben. Die Tierpfleger fanden das bei Dienstbeginn am Samstagmorgen sehr geschwächte Tier in der Robbenbucht. Auch durch die direkte Zufuhr von Nahrung konnte keine Besserung erreicht werden, so dass er, bevor eine tiermedizinische Behandlung möglich war, verstarb. Das von Anfang an sehr aktive und kräftig entwickelte männliche Seehundjungtier befand sich nach den ersten Lebenswochen aktuell in der schwierigen und kritischen Phase der Nahrungsumstellung von Muttermilch auf Fisch, da Jungtiere nur wenige Wochen nach der Geburt von ihren Müttern gesäugt werden. In dieser Phase liegt auch in der Natur die Jungtiersterblichkeit im ersten Lebensjahr bei fast 40 Prozent. So ist auch in zoologischen Gärten die Nahrungsumstellung immer sehr kritisch, da sich der gesamte Organismus auf die feste Nahrung umstellen muss. Das gestorbene Jungtier wurde nun zur pathologischen Untersuchung durch Experten an die Justus-Liebig-Universität Gießen gebracht, um mehr Aufschlüsse über die mögliche Todesursache zu erhalten.

„Wir sind alle sehr traurig. Jungensterblichkeit in der Tierwelt ist zwar im Gegensatz zum Menschen ein Stück Normalität. Aber bei SPECKI waren wir alle guter Hoffnung, dass er es schafft, groß zu werden, und daher sind wir jetzt doch richtig betroffen.“, erklärt Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch.

Quelle: Neunkircher Zoo