Seeigel im Haus des Meeres in Wien

Foto: Haus des Meeres / Günther Hulla

Foto: Haus des Meeres / Günther Hulla

Rechtzeitig vor Beginn der Ferienzeit präsentiert das Haus des Meeres in Wien neue Seeigel. Viele Urlauber wird es an die Adria oder sonstige Gebiete des Mittelmeeres ziehen – und die meisten verspüren beim Gedanken an Seeigel ein unangenehmes Gefühl. Im Haus des Meeres kann man sich die neuen Tiere gefahrlos aus der Nähe ansehen und sich über deren Biologie informieren. Unsere Guides werden auch regelmäßig über die „Gefährlichkeit“ erzählen.

Nur ganz wenige Arten sind üblicherweise für Menschen unangenehm, nämlich jene, die im seichten Wasser leben und spitze Stacheln haben, wie die schwarzen Seeigel, welche oftmals auch in riesigen Gruppen auftreten können. Es handelt sich dabei eigentlich um zwei verschiedene Arten, die aber kaum zu unterscheiden sind. Beide besitzen spitz zulaufende Stacheln, die leicht abbrechen. Das auf den Stacheln befindliche Gewebe und anhaftende Bakterien können außerdem zu Entzündungen an den Einstichstellen führen. Sollten die Stacheln tief eingedrungen sein oder sich gar in der Nähe kleiner Gelenke befinden, ist der Gang zum Arzt unausweichlich. Vom chirurgischen Entfernen des Stachels bis hin zur antibiotischen Versorgung reicht dann die Palette der u.U. notwendigen Behandlungen.

Der Violette Seeigel ist größer als die schwarzen und kann durchaus 10cm Durchmesser erlangen. Seine Stacheln sind kurz und eher stumpf, sodass ein Eindringen in die Haut fast nie der Fall ist. Dafür besitzen sie aber zwischen den Stacheln bewegliche Füßchen, deren Ende giftige Zangen tragen um Fressfeinde wie z.B. den Eisseestern abzuwehren. Allerdings sind die im Mittelmeer vorkommenden Giftseeigel für den Menschen eher harmlos – in den Tropen gibt es aber sehr wohl auch gefährliche Arten.

Eine weitere Seeigelart, die wir in der Mittelmeerabteilung im 2.Stock unseren Besuchern präsentieren, ist der Lanzen-Seeigel. Deren Stachel sind sogar einige Millimeter dick und stumpf. Daher sind sie für Menschen völlig ungefährlich und kommen außerdem noch in Tiefen jenseits der 30 Meter vor – und selbst Taucher bekommen sie nur äußerst selten zu Gesicht.

Also, wer sich vor seinem Urlaub einmal über Seeigel informieren möchte, das Haus des Meeres bietet ab jetzt Gelegenheit dazu.

Quelle: PM Haus des Meeres