Seltene Rinderrasse kehrt in den Tierpark Chemnitz zurück

Foto: Tierpark Chemnitz/Jan Klösters

Wie in jedem Tierpark, treten auch im Tierpark Chemnitz immer wieder Veränderungen beim Tierbestand aus. In der vergangenen Woche sind Zwergzebus im Tierpark angekommen. Diese in Asien domestizierte Rinderrasse wurde vor mehr als 25 Jahren schon einmal im Tierpark Chemnitz gehalten. Der Zoo Stralsund, der diese Rasse seit 1964 hält, bekam 1991 die letzten Tiere aus Chemnitz. Vergangene Woche kamen mit „Max“, „Amira“ und „Annabell“ drei neue Zwergzebus aus Stralsund quasi wieder zurück nach Chemnitz. Sie besetzen nun die zweite Freianlage am Zebrahaus.

Zwergzebus gehören zu den sogenannten Buckelrindern. So leitet sich der Name Zebu vom tibetischen Wort für Buckel ab. Mit dem namensgebenden Buckel unterscheiden sich Zwergzebus deutlich von den in Europa gehaltenen Rinderrassen. Der Buckel, der vornehmlich aus verschiedenen Muskeln und weniger aus Fettgewebe besteht, ist bei den männlichen Tieren stärker ausgeprägt. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die stark ausgebildete Wamme am Hals der Zwergzebus.

Die meisten der in Europa gehaltenen Tiere stammen ursprünglich aus Sri Lanka. Die Vertreter der kaukasischen Zuchtlinie werden in zoologischen Einrichtungen nur sehr selten gezeigt. In Deutschland kann man sie außer in Chemnitz nur noch im Zoo Stralsund und im Tierpark Berlin sehen. Insofern freut sich der Tierpark Chemnitz besonders, zum Erhalt dieser seltenen Nutztierrasse beizutragen.

Mit der Erweiterung dieses Zuchtprogramms bleibt sich der Tierpark weiterhin treu. Denn nicht nur bei seltenen Haus- bzw. Nutztierrassen beteiligt man sich aktiv an deren Erhaltungszucht. So leben auch einige stark vom Aussterben bedrohte und nur in wenigen Zoos gezeigte Wildtierarten im Tierpark Chemnitz.

Quelle: PM Tierpark Chemnitz

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