Seltener Nachwuchs bei den Marabus im Kölner Zoo

Jungtiere bei den Marabus im Kölner Zoo – am 23. März 2017 ist bei dieser imposanten Vogelart ein Jungtier geschlüpft. Am Osterwochenende erblickten zwei weitere Küken das Licht der Welt. Der Kölner Zoo hält derzeit drei Paare Marabus, von denen zwei Paare in diesem Winter Brutaktivitäten zeigten. Seit Anfang des Jahres kam es bereits zu mehreren Eiablagen, doch waren die ersten Eier leider unbefruchtet.

Der Marabu gehört zu den Storchenvögeln und kommt aus Afrika. Dort ernährt er sich u.a. von Fischen, Fröschen und kleinen Wirbeltieren. Zudem gehört er zur Gesundheitspolizei und beteiligt sich, ähnlich wie die Geier, an der Aufnahme von Aas, also toten Tieren. Hierbei ist ihm sein langer, kräftiger Schnabel, der bis zu ca. 40 cm lang werden kann, und der nur spärlich befiederte Kopf- und Halsbereich hilfreich.

In Afrika brüten die Marabus in Kolonien, die bis zu tausend Vögel umfassen. Ihr Nest ist storchentypisch aus groben Reisern errichtet und hat einen Durchmesser von ca. 1 Meter. Es werden im Durchschnitt zwei bis vier Eier gelegt. Die Brutzeit beträgt etwa 30 Tage.

Bislang werden Marabus nur in wenigen Zoologischen Gärten regelmäßig gezüchtet. Im Kölner Zoo ist dies nun schon wiederholt gelungen. Beim Schlupf haben die Jungvögel ein Gewicht von etwa 110 Gramm. Als Altvögel können diese stattlichen Tiere bis zu 9 Kilogramm schwer und 140 Zentimeter groß werden. Ihre Flügelspannweite beträgt ca. 300 Zentimeter.

Quelle: PM Kölner Zoo

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