Silberfuchswelpen und zwei Rentierkälber im Zoo Osnabrück

Silberfuchsnachwuchs - Foto: Zoo Osnabrück

Silberfuchsnachwuchs – Foto: Zoo Osnabrück

Kinderstube im „Kajanaland“ des Zoo Osnabrück
Fünf Silberfuchswelpen und zwei Rentierkälber

Erstmals seit der Eröffnung der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ gibt es im Zoo Osnabrück Jungtiere bei den Silberfüchsen. In direkter Nachbarschaft haben zwei Rentierkälber das Licht der Welt erblickt.

Dichter, schwarzer Pelz, eine kleine weiße Schwanzspitze und ein tapsiger Auftritt – die fünf Silberfuchswelpen im „Kajanaland“ des Zoo Osnabrück sorgen selbst bei den Tierpflegern für Entzücken. „Über den Nachwuchs freuen wir uns ganz besonders, denn es ist das erste Mal, dass hier die Nachzucht geklappt hat“, so Revierleiter Thorsten Vaupel. „Die Jungtiere sind wahrscheinlich bereits Mitte April geboren, blieben aber zunächst im Fuchsbau, sodass wir sie erst am 1. Mai entdecken konnten. Wir haben gleich das Geschlecht bestimmt und ihnen einen Erkennungschip eingesetzt – das ist nur ein kurzer Pieks, wie eine Spritze. Der Chip ist wichtig, damit wir die Tiere auseinander halten können.“ Die Bilanz: Ein Weibchen und vier Männchen, alle kerngesund. Ein weiteres Jungtier verstarb. „Die Kleinen verbringen noch viel Zeit in der sicheren Wurfhöhle. Inzwischen können Besucher sie aber immer öfter im Gehege beobachten. Sie entdecken ihre Umgebung, raufen miteinander und testen ihre Kräfte“, schmunzelt Vaupel. Mutter Silberfuchs passt dabei genau auf, dass ihr Nachwuchs der ebenfalls im Gehege lebenden Braunbär-Seniorin Susi nicht zu nahe kommt: „Susi ist keine Gefahr für die Kleinen, denn sie ist aufgrund ihres hohen Alters von 35 Jahren blind und taub. Die alte Bärin lebt mit den Füchsen zusammen und wir lassen sie auch jetzt im Gehege, damit die Jungtiere lernen Gefahren einzuschätzen – in der freien Wildbahn müssten sie sich auch vor Feinden schützen“, erklärt Vaupel. Mit Warnrufen „pfeift“ die Mutter den Nachwuchs zurück und werden ihr die Kleinen zu forsch, trägt sie sie zur sicheren Höhle. Zu der Silberfuchsgruppe gehören noch sieben weitere Tiere.

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Foto: Simon Pannock / zoogast.de

Kurz nach den Silberfüchsen folgte weiterer Nachwuchs in der nordischen Tierwelt: Am 3. und 7. Mai wurden zwei Rentierkälber geboren. Der langbeinige Nachwuchs stakst zurzeit noch etwas unbeholfen durch die Taiga: „Die zwei liegen zwar noch viel, beobachten aber schon aufmerksam ihre Umgebung. Die Mütter sorgen dafür, dass die Kleinen regelmäßig aufstehen und laufen, damit sich Sehnen und Muskeln gut entwickeln“, erklärt Vaupel. Sie leben mit sechs weiteren Rentieren auf der Anlage. „Wir rechnen in den nächsten Wochen noch mit ein bis zwei weiteren Jungtieren. Besucher können das Familienleben bei den Rentieren sehr gut beobachten, denn der Nachwuchs lebt von Anfang an mit den Erwachsenen zusammen und ist deswegen fast immer gut zu sehen“, weiß Vaupel.

Auch in anderen Teilen des Zoos können Besucher das Familienleben im Tierreich beobachten: So gab es gleich fünffachen Nachwuchs in den letzten Wochen bei den Impalas, einer Antilopenart, die in der Afrika-Tierwelt „Samburu“ gemeinsam mit Giraffen und Straußen durch die Steppenlandschaft ziehen.

Quelle: PM Zoo Osnabrück