Stabile Besucherzahlen und mehr Tierarten im Zoopark Erfurt

Jedes Jahr wird im Thüringer Zoopark Erfurt große Inventur gemacht. Dabei wird gezählt, gewogen und gemessen und zwar von den Besucherzahlen, über den Tierbestand bis zum Futtermittelbedarf.

Die Besucherzahlen im Thüringer Zoopark Erfurt sind stabil geblieben. Insgesamt besuchten 360.000 Besucher die Freizeiteinrichtung am Roten Berg. Zu den zwei familiären Großveranstaltungen im Zoopark kamen insgesamt 11.139 Besucher (Kinderfest: 4.041 und Halloween: 7.098). Auch der Familienpass wurde verstärkt genutzt. 2018 haben 10.296 Erfurter das kostenfreie Familientagesticket genutzt. Auch das Alternativangebot der Familienpass-Jahreskarte zum halben regulären Familienjahreskartenpreis war beliebt: insgesamt wurden diese Karten von der Zookasse 8.602-mal ausgestellt. Stark nachgefragt sind auch Geburtstagsfeiern und Fachführungen im Zoopark. Hier gab es 188 Buchungen im Jahr 2018. Dabei kamen die Hälfte der Teilnehmer aus Erfurt. Die Zoo- und Naturschule wurde von 4.188 Kindern genutzt, hauptsächlich aus Kindergärten und Grundschulen. Davon kamen 2.393 aus Erfurter Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Die Sommerferienspiele wurden von 180 Kindern in 6 Wochen besucht und die Herbstferienspiele toppten das Ganze mit 75 Kindern in einer Woche, aufgeteilt auf täglich 2 Gruppen.

In 2018 ist die Tierartenzahl insgesamt um 11 Tierarten auf 133 Tierarten und Rassen gestiegen, wobei 21 neue Tierarten zu verzeichnen sind. Insgesamt beteiligt sich der Thüringer Zoopark an 14 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEP), an weiteren 14 Europäischen Zuchtbüchern (ESB) und an 3 Monitoring Programmen.

Die Tierinventur ergab zum 31.12.2018 insgesamt 133 Tierarten mit 1.009 Individuen. Darunter sind 60 Säugetierarten, 26 Vogelarten sowie 24 Arten an Reptilien, 3 Amphibienarten und 12 verschiedene Landwirbellose zu verzeichnen. Außerdem leben noch 8 verschiedene Fischarten im Zoopark.
Als neue Tierarten kamen im Zoopark zum Beispiel der Buschschliefer in der Löwensavanne, das britische Exmoor-Pony, Barthühner und Laufenten auf dem Bauernhof, sowie Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger im Arten- und Naturschutzzentrum im alten Elefantenhaus hinzu.

Hochinteressant ist jedes Jahr auch die Futtermittelinventur. So haben die rund 1000 Tiere 150 Tonnen Heu und 7,3 Tonnen Fleisch, aber auch 15 Tonnen Möhren und 10 Tonnen Äpfel verspeist. Auf dem Speiseplan standen auch 5.300 Eier und eine Vielzahl an Obst und Gemüse. Dabei gilt es auch zu beachten, dass Heu nicht gleich Heu ist: So benötigen Giraffen spezielles Luzerneheu, Kängurus fressen Bergwiesenheu, für die vier Elefanten gibt es kleine Heu-Rundballen und die Huftiere erhalten Wiesenheu in großen Ballen. Der Zoopark selbst produziert spezielles Blätter-Futter für Giraffen, bestimmte Affenarten oder Klippschliefer im Eigenbetrieb. Das sind 28 Fässer Blatt-Silage, 155 Säcke Frostlaub und 1.400 Bündel Trockenlaub. Darüber hinaus wurde noch eine Vielzahl an Spezialfuttermitteln eingekauft und verfüttert, dazu Mineralstoffmischungen und Spezialpellets. Die Logistik hinter der Futtermittelbereitstellung ist ein Spezialgebiet der Tierpflege, was im Zoopark von einem Futtermeister und seinen Vertretern abgedeckt wird.

Die Leitung des Zoopark bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeitern für ihr Engagement, und bei allen Besuchern, die ihrem Zoo die Treue hielten oder ihn als ihre Freizeiteinrichtung neu entdeckten.

Quelle: PM Zoopark Erfurt