Storchennachwuchs im Tierpark Bochum

Nachwuchs bei den Störchen - Foto: Tierpark Bochum

Nachwuchs bei den Störchen – Foto: Tierpark Bochum

Bei den Weißstörchen im Tierpark Bochum  gibt es gleich vierfachen Nachwuchs. Das Paar Liselotte und Fridolin können sich seit dem 12. Juni erstmalig stolze Eltern nennen. Auch Zoodirektor Ralf Slabik ist stolz und freut sich: „Mit der erfolgreichen Nachzucht der Nordseewelten-Vögel wird eine lange erfolgreiche Haltung und Zucht dieser Tiere fortgesetzt. Der erstmalige Nachwuchs bei unseren Störchen ist ebenfalls ein Grund zur Freude.“

Bei der Wahl des Nestes waren die jungen Storch-Eltern jedoch eigensinnig. Mit viel Mühe hatten die Tierpfleger gehämmert, geflochten und gestopft, bis sie das Nest aus Reisig, Stroh und Holzschnitzeln für die Störche nach einer genauen Bauanleitung des Naturschutzbundes hergerichtet hatten. „Das waren schon mehrere Tage Arbeit, bis wir alles fertig hatten. Besonders wichtig war uns die Füllung, weil es schön gemütlich für den Storchennachwuchs sein sollte“, erläutert Lukas Gers, der zuständige Tierpfleger. Doch auf die Arbeitserleichterung sprangen die Störche nicht an, sondern bauten sich ein eigenes Nest in ihrem Innenhaus. Lukas Gers schmunzelt: „Hier fühlten Sie sich anscheinend geschützt vor allzu neugierigen Blicken. Im vergangenen Jahr war der erhoffte Bruterfolg leider ausgeblieben, daher freuen wir uns umso mehr, dass es nun mit dem Familienzuwachs bei Liselotte und Fridolin geklappt hat.“ Die vier jungen Störche haben in kurzer Zeit enorm an Größe zugelegt und stehen mittlerweile, wenn auch noch etwas wackelig, auf ihren langen Beinen. So ist der Nachwuchs nun auch in der Außenanlage unterwegs und sorgt für begeisterte Besucherblicke.

Weißstörche nisten in der Natur auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden oder sogar Strommasten, dabei bevorzugen sie feuchte und wasserreiche Gebiete. Ihr Fortpflanzungszeitraum liegt zwischen Anfang April und Anfang August. Sind die Eier gelegt, werden sie rund 30 Tage bebrütet, bevor die Küken schlüpfen. Weißstörche werden mit etwa vier Jahren geschlechtsreif und können über 35 Jahre alt werden.

Typisch für Weißstörche ist das Klappern ihrer Schnäbel, daher werden sie häufig auch als Klapperstörche bezeichnet. Das Klappern ist nicht nur Teil des Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten.

Quelle: PM Tierpark Bochum