Strumpfbandnattern im Haus des Meeres in Wien zu sehen

Foto: Haus des Meeres / Günther Hulla

Foto: Haus des Meeres / Günther Hulla

Strumpfbandnattern sind über weite Teile Nordamerikas verbreitet, wo sie meist, ähnlich unserer heimischen Ringelnatter, an Ufern von Bächen und Flüssen leben.

Die San Francisco Strumpfbandnatter ist ein ganz besonderer Vertreter ihrer Gattung. Zum einen ist sie mit ihrer Farbenpracht von Rot, Schwarz und Türkis ein wahres Juwel, zum andern jedoch gehört diese Unterart leider auch zu den bedrohtesten Lebewesen überhaupt. Schätzungen zufolge existieren im Verbreitungsgebiet nur noch wenige hundert Exemplare.

In ihrer Heimat, einem sehr kleinen Gebiet an der kalifornischen Westküste nahe San Francisco, ernährt sich diese nur etwas über einem Meter lange und für den Menschen völlig harmlose Schlange hauptsächlich von Fischen, ab und an darf es auch mal ein kleiner Frosch sein. Im Frühjahr bringt das Weibchen bis zu 20 bereits fertig entwickelte Jungtiere zur Welt.

Der europäische Bestand dieser Art geht auf Exemplare zurück, welche bereits in den 1980er Jahren nach Holland in den Rotterdamer Zoo kamen. Von dort aus verbreiteten sich die Nachzuchten der sogenannten „Rotterdamer Linie“ in den zoologischen Institutionen. In den 1990er Jahren wurde diese Population noch durch die „Österreichische Linie“ verstärkt.

Die halbstarken Tiere im Haus des Meeres in Wien haben nun endlich eine Größe erreicht, in der sie den Besuchern gezeigt werden können. Wenn sie dann in den kommenden Monaten die Geschlechtsreife erreicht haben, ist man sehr optimistisch, einen kleinen Teil zur Erhaltung dieser bunten und quirligen Schlangenart beitragen zu können.

Quelle: PM Haus des Meeres