Süßer Orang-Utan-Nachwuchs im Zoo Basel

Foto: Zoo Basel

Am 4. März ist im Zoo Basel der Orang-Utan-Junge Ombak zur Welt gekommen. ‚Ombak‘ ist malaiisch und bedeutet ‚Woge‘ oder ‚Welle‘. Mutter Kila (17) – früher eher von wilder Natur – hat sich mit der Geburt ihres ersten Kindes zu einer sehr fürsorglichen Mutter gewandelt. In der Natur sind Orang-Utans sehr bedroht, der Zoo Basel unterstützt deshalb ein Schutzprojekt in Malaysia.

Ombak ist Kilas erstes Junges, trotzdem ist ihr die Mutterrolle nicht neu. Als sie neun Jahre alt war, starb ihre Mutter und Kila adoptierte ihre damals zweijährige Schwester Maia (10), die heute ebenfalls im Zoo Basel lebt. Kila teilt ihr Gehege zurzeit mit dem Männchen Bagus (15), der sich zwar freundlich interessiert zeigt, jedoch stets respektvoll Abstand zu ihr und ihrem Jungen hält. Auch Kila sondert sich in unübersichtlichen Situationen – beispielsweise, wenn die Anlage gereinigt wird – gerne etwas ab. Ob Bagus Ombaks Vater ist, ist noch nicht bekannt. In Frage kämen auch Vendel (17) oder Budi (13).

Vor Ombaks Geburt galt Kila als „Draufgängerin“. Nichts konnte sie erschrecken, und immer war sie die Erste, wenn es darum ging, etwas Neues auszuprobieren. Kaum war Ombak auf der Welt, wandelte sich ihr Wesen komplett. Das Aussengehege betritt sie nur noch ganz vorsichtig und die Ausflüge sind nur von kurzer Dauer. Auch beim Essen ist sie sehr wählerisch geworden, während sie zuvor unbekümmert alles ass.

Klammern in Mutters Fell
Der kleine Ombak ist noch völlig von seiner Mutter abhängig und klammert sich an ihrem Fell fest. Für neugeborene Orang-Utans ist dieser Klammerreflex überlebenswichtig. Orang-Utans bewegen sich in der Natur hoch oben in den Bäumen tropischer Regenwälder fort, und die Mutter braucht ihre Hände zum Klettern. Orang-Utans sind Einzelgänger, deshalb können die Jungen nicht wie bei Schimpansen und Gorillas von den anderen Gruppenmitgliedern lernen. Ihre einzige Wissensquelle ist die Mutter. Sechs bis sieben Jahre lang wird Ombak auf seine Mutter angewiesen sein und von ihr gesäugt werden. Erst danach kann Kila wieder trächtig werden. Dies ist einer der längsten Geburtsabstände bei Säugetieren überhaupt.

Zoo Basel unterstützt Schutzprojekt
Ombak und Kila leben zusammen mit Vendel, Revital (17), Ketawa (4), Budi, Bagus, und Maia. Sie alle kamen 2012 nach dem Umbau des Affenhauses neu nach Basel, ausser Ketawa, die im Zoo Basel geboren wurde. Bei der Basler Gruppe handelt es sich um Sumatra- Orang-Utans. Sie sind in der Natur stark gefährdet und in vielen Regionen Sumatras bereits ausgestorben. Nur noch rund 14‘000 Individuen leben in den Wäldern im Norden der Insel.

Der Zoo Basel unterstützt ein Orang-Utan-Schutzprojekt auf Borneo. Das “Kinabatangan Orangutan Conservation Programme” will im Nordosten von Malaysia die letzten Regenwaldgebiete erhalten. Die äusserst reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt soll geschützt werden, unter ihnen auch Orang-Utans. Das Projekt bezieht die Interessen der lokalen Bevölkerung in den Natur- und Artenschutz mit ein. Der Zoo Basel unterstützt das Projekt seit 2010.

Quelle: PM Zoo Basel

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