Thüringer Zoopark Erfurt: Gundis haben ersten Nachwuchs in 2016

Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

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Zwei Jungtiere haben bei den Gundis im Elefantenhaus im Thüringer Zoopark Erfurt am Donnerstag das Licht der Welt erblickt. Bei der Geburt sind die Kleinen schon komplett behaart, können sehen, hören und riechen. Auch die kleinen Beinchen haben sie wenige Minuten nach der Geburt schon voll unter Kontrolle.

Gundis leben am Rand der Sahara in Felshabitaten. Es wird keine Wurfhöhle gegraben und es gibt keinen Bau. Die Jungen müssen sofort nach der Geburt in der Lage sein, sich in engen Felsspalten und Ritzen zu verstecken, um vor Feinden sicher zu sein. Damit das Muttertier in diese engen Felsspalten hineinpasst, kann sie sich sehr flach machen. Die Zitzen liegen zudem seitlich an der Bauchseite, so dass die Kleinen nicht unter die Mutter müssen, sondern an ihrer Seite trinken können. Vor nächtlicher Kälte schützt sie ihr Fell, sie werden zudem von den Eltern gewärmt. Gundis ernähren sich rein vegetarisch. Kräuter, Blätter aber auch Knospen und seltener Blüten stehen neben Sämereien auf dem Speisezettel. Trinken müssen sie nicht – außer als Jungtier. Sie beziehen das gesamte Wasser aus ihrer Nahrung.
Um das Fell sauber zu halten in der sandigen Umgebung, besitzen Gundis an den Innenzehen zu Kämmen angeordnete Haare. Das brachte ihnen den Namen „Kammfinger“ ein. Das Wort „Gundi“ ist die lokale Bezeichnung der Tiere durch die Einheimischen.

Im Zoo kommen bis zu zwei Würfe im Jahr vor, im Freiland nur einer. Die Wurfgröße beträgt zwei bis vier Jungtiere. Bis zu 58 Tage dauert die Tragzeit.

Da Gundis tagaktiv und sonnenhungrig sind, kann man die ganze Familie im Elefantenhaus gut beobachten. Wer sie entdecken will, muss gut hinsehen. Das Fellkleid hat exakt die Farbe der Felsen!

Quelle: PM Thüringer Zoopark Erfurt