Thüringer Zoopark Erfurt: „Männertausch“ bei den Nashörnern

Foto: Thüringer Zoopark Erfurt

Nashörner sind den Menschen gar nicht so unähnlich: Mitunter kommt es auch bei ihnen vor, dass in langjährigen Partnerschaften die Lust aufeinander verlorengeht. Augenscheinlich ist das dem Erfurter Nashornbullen „Kiwu“ passiert. Er lebt im Thüringer Zoopark mit den beiden Kühen „Temba“ und „Numbi“ zusammen. Seit die Nashörner 1998 ihre großzügige und artgerechte Anlage bezogen, gab es schon mehrfach Nachwuchs. In den vergangenen Jahren jedoch passierte nichts mehr.

„Wir werden deshalb für Abwechslung in der Partnerschaft sorgen und kooperieren dazu mit dem Zoo im polnischen Poznan“, berichtet Zoodirektor Dr. Thomas Kölpin. Denn der dortige Nashornbulle „Dino“ hat derzeit das gleiche Problem wie „Kiwu“. Deshalb gibt es in dieser Woche einen „Männertausch“: „Dino“ kommt nach Erfurt und „Kiwu“ wird nach Poznan gebracht. Die beiden Zoos hoffen, dass die neue weibliche Gesellschaft für beide Bullen anregend wirkt, so dass es bald wieder Nachwuchs gibt. Immerhin sind die Breitmaulnashörner durch die ausufernde Wilderei in Afrika akut vom Aussterben bedroht. „Der Reservepopulation in den Zoos kommt eine wachsende Bedeutung zu.“, erklärt Dr. Thomas Kölpin.

Quelle: PM Thüringer Zoopark Erfurt