Tiere: Axishirsch

Axishirsche im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Axishirsche im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Axis axis
Verbreitung kontinental:
Asien, Australien, Amerika, Europa
Verbreitung regional:
Bangladesch, Bhutan, Indien, Nepal, Sri Lanka, Argentinien, Armenien, Australien, Brasilien, Kroatien, Moldawien, Pakistan, Papua Neuguinea, Ukraine, USA, Uruguay
Lebensraum:
offenes Gelände und Buschland mit Bäumen
Gattung:
Axishirsche
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Beim Axishirsch leben die Männchen als Einzelgänger oder in Junggesellengruppen. Die Weibchen dagegen bilden immer Rudel mit bis zu fünf Tieren, die aus mehreren Weibchen und deren Nachwuchs bestehen und von dem erfahrensten Weibchen angeführt werden. In nahrungsreichen Regionen wurden aber auch größere Verbände von mehreren hundert Tieren dokumentiert.
Der Axishirsch trägt sein ganzes Leben lang die weißen Flecken, welche bei den meisten Hirschen nur bei Jungtieren zu sehen sind. Die Musterung ist einzigartig, wie die Streifung bei Zebras oder Tigern. Männliche Axishirsche tragen ein Geweih und sind deutlich größer als die Weibchen. Es handelt sich um ein ganz spezielles Geweih, das bis zu einem Meter lang werden kann und zuerst nach hinten wächst um sich dann wieder nach vorne zu biegen und letztlich in bis zu sechs Enden ausläuft. Da der Axishirsch ursprünglich aus tropischen Regionen stammt, wirft er sein Geweih nicht immer zur selben Zeit, wie unsere europäischen Arten im Herbst, ab. Es findet jedoch ein regelmäßiger Wechsel statt. Der Axishirsch ist ein sehr ruffreudiger Hirsch, seine Laute klingen wie ein Bellen oder ein Knurren.
Der Axishirsch ist ein reiner Vegetarier. Seine Nahrung besteht aus Gräsern, Früchten, Pilzen und Blüten. Axishirsche grasen oft auf zwischen Rinderherden, da diese die längeren rauen Gräser abweiden und die Hirsche so an die jüngeren Triebe kommen.
Die Schwangerschaft bei Axishirschen dauert in der Regel gut sieben Monate. Das Weibchen bringt fast immer ein Junges zur Welt, Zwillinge sind äußerst selten, allerdings wurden vereinzelt sogar schon Drillinge dokumentiert. Der Nachwuchs kann bereits kurz nach der Geburt laufen und folgt der Mutter. Kitze werden etwa neuen Monate lang gesäugt, ehe sie selbstständig werden. Die Männchen beteiligen sich nicht an der Aufzucht. Während die männlichen Jungtiere mit der Geschlechtsreife im Alter von eineinhalb Jahren die Herde verlassen, bleiben die Weibchen meist ein Leben lang in der Geburtsgruppe.
Der Axishirsch hält seinen Weideraum selbst weitestgehend baumfrei. Dies schafft er unbewusst indem er sein Geweih an der Rinde der Bäume reibt. Manchmal zerstört er so beinahe die ganze Rinde eines Baumes, der daraufhin abstirbt. Die Art wurde in vielen Regionen der Welt eingeführt, wo die klimatischen Bedingungen für den Axishirsch verträglich sind. Einen harten Winter überlebt er nicht.

Der Axishirsch und seine Feinde

Der Axishirsch hat eine Menge Fressfeinde. Er ist jedoch äußerst wachsam und für Raubtiere, wie etwa den Tiger, die alleine auf der Jagd sind, kaum zu greifen. Die größte Gefahr geht von einem Rudel Rothunde aus, die in der Lage einen Hirsch von der Gruppe abzusondern. Manche Axishirsch-Gruppen haben eine bemerkenswerte Strategie entwickelt um Rothunden und Tigern zu entgehen, sie halten sich oft an den Rändern menschlicher Siedlungen auf, welche die Räuber weitgehend meiden. Nachts wandern sie sogar gelegentlich in die Dörfer oder mischen sich unter die Hausrinder. Kitze werden auch öfters Opfer von Pythons.