Tiergarten Nürnberg

Foto: M.Schmid/zoogast,de

Foto: M.Schmid/zoogast,de

Der Tiergarten Nürnberg zählt zu den großen zoologischen Einrichtungen Deutschlands. Er wurde an der heutigen Stelle im Jahre 1939 eröffnet, da der eigentliche Tierpark, welcher bereits 1906 gegründet wurde, dem Reichsparteitagsgelände der NSDAP hatte weichen müssen. Im Nachhinein stellte sich die Zwangsumsiedlung allerdings als Gewinn heraus, da der ehemalige Steinbruch und der Reichswald, die den Tiergarten Nürnberg heute beheimaten, eine prächtige Kulisse darstellen.
Die Abbruchwände aus rotem Sandstein werden geschickt als Gehegeeingrenzungen genutzt und der alte Baumbestand bietet Tieren und Zoogästen an sonnigen Tagen angenehmen Schatten. Durch die Weitläufigkeit des Geländes stehen den Tieren zudem große Gehege zur Verfügung in denen auch verschiedene Arten gemeinschaftlich leben. Modernes Wahrzeichen des Zoos sind heute das Manati-Haus mit der angrenzende Delfinlagune.
Der Tiergarten Nürnberg ist mit 63 Hektar, nach dem Tierpark Berlin, die zweitgrößte zoologische Einrichtung Deutschlands und bezeichnet sich zurecht als Landschaftszoo, in dem heute etwa 2.700 Tiere in ungefähr 270 Arten leben.

Delphin Dolly - Foto: Tiergarten Nürnberg

Foto: Tiergarten Nürnberg

Tierische Veranstaltungen

Täglich statt findende Schaufütterungen, u.a. bei Asiatischen LöwenSibirischen Tigern, Eibären oder Humboldt-Pinguinen bieten den Besuchern gute Einblicke in das Leben der Tiere. Nicht minder interessant sind die kostenlosen, täglichen Vorführungen in der Delfinlagune, bei der Große Tümmler und Seelöwen präsentiert werden. Zudem werden regelmäßige themenbezogene Fürhungen angeboten, die allerdings extra kosten.

Foto: Tiergarten Nürnberg

Foto: Tiergarten Nürnberg

Tierische Stars

Der Tiergarten Nürnberg hält einer Menge in deutschen Zoos selten gezeigter Arten, wie etwa den afrikanischen Gelbrückenducker, die Riesentrappe, den Karibischen Nagelmanati oder den Kaffernbüffel. Auch der Braune Maki aus Madagaskar wird in Deutschland, außer in Nürnberg nur noch in einem anderen Zoo gezeigt. Zudem ist der Tiergarten Nürnberg einer der letzten beiden zoologischen Einrichtungen, die mit dem Großen Tümmler noch Delfine halten.

Tierisch nah dran

Foto: Tiergarten Nürnberg

Foto: Tiergarten Nürnberg

Die meisten Gehege im Tiergarten Nürnberg wurden so konzipiert, dass der Zoogast freie Sicht, ohne Zäune oder Gitter, auf die Tiere hat und im Kinderzoo gibt es ein Streichelgehege. Im Manati-Haus können die Besucher auf  Hängebrücken über das Becken der Seekühe wandern und dabei die, im Haus frei fliegenden, Schmetterlinge und exotischen Vögel bewundern. Auch zwei Weißkopfsakis und ein Grüner Leguan streifen in Inneren des Gebäudes frei umher. Ein besonderes Erlebnis ist auch der Blaue Salon, in dem man durch große Panoramascheiben in die Unterwasserwelt von Delfinen und Seelöwen blicken oder den Seekühe beim „unterwassergrasen“ zu sehen kann. Zudem ist es möglich die Eisbären durch Glasscheiben beim Tauchen zu beobachten.

Artikel aus dem Tiergarten Nürnberg gibt es im zoogast.de-Archiv.

Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten: Link: Besucherinformationen