Tiergarten Nürnberg gibt Obduktionsbefund von Seekuh Luna bekannt

Sektionsbefund von Seekuh Luna liegt vor
Die am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen durchgeführte Untersuchung der am 25. Oktober 2013 im Tiergarten der Stadt Nürnberg verstorbenen Seekuh Luna weist auf ein komplexes Krankheitsbild hin.
Nach eingehender Untersuchung der Organe der Seekuh konnte, wie bereits aus den Blutproben ersichtlich, eine Anämie festgestellt werden. Außerdem wiesen die Hautveränderungen auf eine autoimmune Dermatopathie (Hauterkrankung) hin. Es handelt sich dabei um eine Überreaktion des Immunsystems gegen körpereigenes Gewebe. Dieses wird als ein zu bekämpfender Fremdkörper gesehen und es kommt zu schweren Schäden des betroffenen Organs. Autoimmunkrankheiten sind auch in der Humanmedizin ein bekanntes Phänomen, das die Wissenschaft immer noch vor Rätsel stellt. Darüber hinaus wurden in Kombination mit der Autoimmunkrankheit eine bakterielle und eine Pilzinfektion in der Haut nachgewiesen. Durch diese großflächige Hautläsionen (Verletzung) war ein Schutz gegen Pilze und Bakterien nicht mehr gegeben. Aufgrund dieser Faktoren war die Todesursache ein akutes Herz-Kreislaufversagen.

Quelle: PM Tiergarten Nürnberg