Tierinventur 2016 im NaturZoo Rheine

Zoonews NewsKamel-Stute „Jamsin“ ist das derzeit größte Tier im NaturZoo Rheine, aber bei der alljährlichen Tierinventur wird sie nicht gezählt. Jasmin ist nur zu Gast im NaturZoo. Der Zoo Heidelberg hat das geradezu riesige Kamel auf Hochzeitsreise nach Rheine geschickt. In Ermangelung eines deckfähigen Hengstes dort und auch in all den Tiergärten in der Umgebung musste die Reise vom Neckar an die Ems erfolgen, so dass sich der Zoo Heidelberg im kommenden Jahr hoffentlich über Kamel-Nachwuchs freuen darf. Jasmin ist also nur kurzzeitig auf Besuch, und folglich zählt sie nicht zum Tierbestand, der alle Jahre wieder am Stichtag 1. Januar erfasst wird.

Bei der Tierinventur geht es nicht nur um das Zählen der Tiere – und schon gar nicht um Wiegen und Vermessen, auch wenn das oft recht fotogen in Reportagen so dargestellt wird, – sondern um einen Abgleich mit den Veränderungen durch Geburten, Zugänge, Todesfälle und Abgaben im Laufe eines Jahres. Grundlage dafür sind die Tagesmeldungen der Tierpfleger und eine Fülle von Daten, die sich aus individuellen Markierungen der Tiere durch Ringe bei den Vögeln oder Microchips bei vielen Säugetieren ergeben.

Der Tierbestand des NaturZoos hat da so seine Tücken: Auch wenn die Artenzahl im Vergleich zu anderen Zoos sicher nicht eine der größten ist, so ist die z.T. hohe Zahl an Individuen pro Art bemerkenswert, genauso wie die kontinuierlich sehr guten Zuchterfolge vor allem im Vogelbestand, wodurch sich sehr viele Veränderungen im Laufe eines Jahres ergeben. So zogen von 10 im Frühjahr geschlüpften Humboldt-Pinguinen 9 im Sommer in den Tierpark Hellabrunn nach München um, alle 17 aufgezogenen Säbelschnäbler fanden neue Zuhause in den Zoos von Rostock und Jaderberg, 16 Kampfläufer reisten nach Bayern und England.

Bezüglich der größten Individuenzahl stehen die Webervögel mit 170 Tieren auf Platz eins – sieht man von den Weberameisen und Bienen ab, die augenscheinlich noch kopfstärker sind, aber jeweils nur als „ein Volk“ gezählt werden. Auf Platz zwei stehen die 92 Flamingos, und mit 77 Tieren schossen auf Platz drei die Blutbrustpaviane den Vogel ab. Diese Affen stellen damit die mit Abstand größte Gruppe ihrer Art in einem Zoo dar: Mehr als ein Fünftel aller in 21 Zoos gehaltenen Dscheladas hat derzeit in Rheine ihr Zuhause. Und mit ihnen sind es insgesamt 1073 Tiere in 103 Arten – von der Zwergbartagame bis zum Riesenkamel.

Quelle: PM NaturZoo Rheine