Tierlexikon: Alpaka

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
Domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Vicugna pacos
Ursprung kontinental:
Amerika
Ursprung regional:
Andenregion in Südamerika

Das Alpaka wurde bereits um 3.000 v.Chr. gezüchtet. Es ist ein Abkömmling des Vikunjas und wird hauptsächlich als Wolllieferant gehalten.
Das Alpaka ist von allen domestizierten und ursprünglichen Neuweltkamelen die kleinste Art. Es kann mit jedem anderen Neuweltkamel gekreuzt werden und bringt dabei immer fruchtbare Nachkommen zur Welt. Alpakas haben nachwachsende Schneidezähne, die sich beim Fressen immer wieder abnutzen. Deshalb muss man den Tieren auch immer wieder etwas Härteres zum Fressen geben, da sie sonst regelrechte „Hasenzähne“ bekommen. Ihr Fell wird bis zu einem halben Meter lang und kommt in vielen Farbvarianten vor. Alle zwei Jahre kann man bei einer Schur bis zu sechs Kilo Wolle erhalten. Alpakas haben weiche Sohlenballen, die es ihnen ermöglichen in steilem, felsigen Gelände sichern Halt zu finden. Gereizte Alpkas spucken eine Magenflüssigkeit wenn sie sich bedroht fühlen oder gereizt werden. Sie können dabei ein Weite von bis zu zehn Metern erreichen.
Alpakaherden können eine große Kopfzahl aufweisen, dürfen aber immer nur einen geschlechtsreifen Hengst enthalten, da die männlichen Tiere sich sehr territorial verhalten und alle Stuten in der Gruppe für sich beanspruchen.
Bei den Inkas galt ein Mantel aus Alpakawolle als Statussymbol. Heute werden in Südamerika etwa 3 Millionen Tiere gehalten. In Deutschland schätzt man den Bestand von privaten Züchtern und zoologischen Einrichtungen auf etwa 2.000 Alpakas. Alpakawolle ist ein wichtiges Exportgut Südamerikas. Die Tiere werden wegen ihres sanften Wesens auch in tiergestützten Therapien eingesetzt.