Tierlexikon: Asiatischer Löwe

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein:
Wissenschaftlicher Name:
Panthera leo persica
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Indien
Lebensraum:
Steppen und Halbwüsten
Gattung:
Eigentliche Großkatzen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: vom Aussterben bedroht

Heute gibt es nur noch etwa 300 freilebende Asiatische Löwen, von denen nur noch etwa 175 Tiere fortpflanzungsfähig sind, im Gir-Nationalpark in Indien. Früher gab es diese Unterart des Löwen in ganz Vorderasien und fast auf dem ganzen indischen Subkontinent. In europäischen Zoos gibt es weitere 80 Tiere, die durch ein organisiertes Fortpflanzungsprogramm noch weiter vermehrt werden sollen.
Löwenmännchen tragen eine Mähne um bei Revierkämpfen nicht zu große Verletzungen davon zutragen. Wenn man Löwen genau beobachtet kann man seine Stimmung erkennen. In seinem Gesicht sind Pupillendurchmesser und die Stellung der Lefzen entscheidend, aber Körper- und Schwanzhaltung senden auch deutliche Zeichen. Zudem ist die Bewegung der Schwanzspitze sehr aussagekräftig.
Sie gelten als besonders wasserscheu und lassen sogar Beute entkommen, wenn man dafür nass werden könnte. Allerdings gehen sie doch ins Wasser, wenn sie am Verhungern sind, oder ihr Leben sonst bedroht ist.

Vergleich: Asiatischer Löwe – Afrikanischer Löwe

Im Gegensatz zum Afrikanischen Löwen, hat sein asiatischer Verwandter eine kleinere Mähne, dafür aber eine längere Ellenbogenbehaarung. Insgesamt sind die Asiatischen Löwen kleiner als die Afrikanischen. Auch das Fell der Asiatischen Löwen ist heller als das ihrer Verwandten in Afrika, was ihnen auch den Namen „Kameltiger“ eingebracht hat. Zudem zieht sich bei den „Asiaten“ eine Hautfalte in der Mitte des Bauch entlang, die den „Afrikanern“ fehlt. In Afrika bilden die Löwen Rudel von bis zu 40 Tieren, in Asien sind die Rudel deutlich kleiner und zudem beteiligen sich hier auch die Löwenmännchen an der Jagd. Man schätzt, dass sich die Asiatischen Löwen in ihrer Art vor etwa 50.000- 100.000 Jahren von der Afrikanischen Unterart abgespalten hat.

Löwen in Zoos

In freier Wildbahn bewegen sich Löwen nur zur Jagd oder zur Fortpflanzung und schlafen pro Tag etwa 20 Stunden. Da in Zoos die Jagd wegfällt und das Nahrungsangebot auch immer mehr als ausreichend ist, bewegen sich die Tiere dort noch weniger.